7.10.04

Pennys Wochenrückblick Folge 7: Was für eine Farbe hat so ein Klose-Popel eigentlich?

Lange habe ich überlegt, ob ich hier über Oliver Kahn schreiben soll oder lieber doch nicht.
Ich meine ernsthaft, wer irgendwas über Orang Utans oder andere Raubtiere wissen will, soll doch in Tieratlanten herumblättern.
Denn abgesehen vom ewigen Verena-schem hin und her und der ständigen Betonung auf seinen unendlichen Ehrgeiz, der so gross ist, dass er schon in kein Fussballstadion mehr passt, hat dieser Oliver Kahn ja eigentlich nicht viel zu bieten.
Im Gegenteil, wird er interviewt hat er nichts Besseres zu tun, als überall hinzuschauen, nur nicht in die Augen des Interviewers.
Das mag weltmännisch, mysteriös und frauenanziehend wirken, von der rein manierlichen Seite her ist das alles irgendwie ein bisschen abartig.
Man kann sich auch lange darüber auslassen, ob es gerechtfertigt ist, hunderte von gelben Früchten in Richtung dieses bayerischen Hünen zu schmeissen, die er eh nicht essen wird.
Allerdings – und da kann selbst der härteste Bayern Fan nix gegen sagen – hat er sich diese Bananen auch redlich verdient.
Schliesslich übte sich Olli bereits matrixähnlich in coolen Kung Fu Tritten, wollte wie Mike Tyson seinem Gegner Heiko herrlich das Ohr abkauen und den Brdaric hat er auch schon mal ein wenig im Genick geschüttelt.
Dazu kommt noch das Klappe aufreissen und das so weit, dass man Angst haben muss, dass kleinere Planeten darin verschwinden.
Ja der Oliver, der ist ein ganz wildes Tier und manch ein Zuschauer wird sich wünschen, dass sein Tor auch vorn ein Netz bekommt...und ein Schild...“bitte nicht füttern!“
Jener bajuwarische Torhüter hatte am letzten Wochenende erneut einen dezenten Auftritt.
Die Krabbelmeisterschaftsniederlage der letzten Saison noch nicht verdaut, stopfte er Saltoklose den torhüterbehandschuhten Finger in den Riechkolben.
Mehrmals.
Vorausgegangen ist ein Stoss in die Rippen, den es laut Zeitlupe nicht gegeben hat.
Frage: Was hat er in der Nase des Bremers bloß gesucht?
Seine schon seit Jahren verlorene und verfaulte Contenance?
Einen Behindertenausweis, damit er seinen Ferrari demnächst legitim auf derartigen Parkplätzen abstellen kann?
Brauchte er eine Art Wachs für seine Handschuhe, damit der Ball besser haftet?
Schiedsrichter Fandel (genau, der Herr mit der Drei Wettertaft Betonfrisur) hat natürlich nichts gesehen, erstaunlicherweise schauen die Räffaries immer gerne weg, wenn Dr. Kahn zu Mister Hyde wird.
Gut, dass ganze war jetzt auch nicht wirklich aufregend, Miro`s Nase befindet sich ja auch noch am angestammten Platz, doch die BILD wusste Mitte der Woche dann ganz genau, dass Kahn einen Psychiater braucht.
Das hätte halb Deutschland vorher nicht vermutet.
Der Bremer Klasnic verlautbarte gegenüber der BILD, dass er Kahn „voll eine geklatscht hätte“. Dieses Schauspiel würde ich mir gerne mal optisch zu Gemüte führen, doch leider wird das nicht passieren, denn der Klasnic passt nicht in Olli`s Beuteschema.
Das absolute Highlight der Woche fand sich dann ebenfalls in Deutschlands führender Boulevardzeitung.
In der beliebten „In & Out“ Rubrik – die mitunter deswegen zu Lachkrämpfen führt, weil dort Sachen aufgeführt sind, die nie in und out waren, bevor sie out und in geworden sind – war unter OUT folgendes zu lesen:
Out ist es: „in fremden Riechkolben doof und ungefragt rumfingern – wie`s Olli Kahn mit Miro Kloses Nase machte.“
Hab ich mit meinen 26 Jahren was verpasst? Gab es eine Dekade, in der es total angesagt war, anderen Leuten grünes Gold aus dem Zinken zu ziehen?
War es mal Mode, die Nasenexkremente anderer Menschen mit dem eigenen Finger zu berühren?
Ich meine, nicht dass in einer Zeit wie heute, in der die Menschen sich furzende Klingeltöne aufs Handy laden, derartige Sauereien kategorisch ausschliessen würde.
Und hat die BILD eigentlich recht?
Sollte man nicht eher gegen den Strom schwimmen und damit aufhören, sich der Masse anzupassen?
Also, ruhig mal ein bisschen anarchistisch sein und während der nächsten Busfahrt dem nächsten unscheinbaren Rentner den Finger in die Nase kloppen (am besten mit dem kleinen Finger anfangen, neue und anarchistische Trends ziehen es vor, behutsam auf die Welt gebracht zu werden).
Sollte der alte Mensch blöde und überrascht gucken, zuckt man lässig die Schulter und gibt ein „was denn, ist doch cool“ zum Besten.
Es soll auch Eure Aufgabe sein, dieses OUT aus der Bild richtig zu interpretieren, da steht schliesslich „ungefragt“.
Also, wenn ihr nicht out sein wollt, aber mit Eurem Daumen schon immer mal das Naseninnere Eures Mathelehrers erforschen wolltet, versucht es doch mal mit einen freundlichen „dürfte ich mal kurz?“ und dann schaut einfach, was danach passiert.
Auch bei Polizeikontrollen macht so ein kleiner „Nasenwühler“ im Bullenkolben bestimmt mächtig Eindruck, vor allem die anschließende Verfolgungsfahrt hat es bestimmt ganz doll in sich.
Wo ich gerade übrigens beim BILD-OUT bin...Out sind ebenfalls „Männer, die demonstrativ ihren Hoseninhalt mächtig ordnen“.
Ja darf man denn mit seinen Händen in gar nichts mehr herumwühlen? Wo sollen wir Männer mit unseren Fingern denn hin? Sollen sie etwa ein Bügeleisen in die Hand nehmen?
„In“ ist es übrigens, „mal (schön bekloppt) Seepferdchen aufzufrischen...Sprung vom Beckenrand, 25 Meter schwimmen, Tauchen im schultertiefen Wasser, das Abzeichen gehört an den Bikini
Man kann INs und OUTs auch verbinden, allerdings muss man sich eine gute Antwort auf die Frage des Psychiatrie-Doktors überlegen, warum man im örtlichen Hallenbad bikinibekleidet sein Gemächt ordnet und anderen Schwimmbadteilnehmern beim Tauchen in der Nase bohrt.
Eventuell darf man dann auch die Hab-mich-lieb-Jacke wieder ausziehen.
Guten Appetit.

1 Comments:

Anonymous Anonymous said...

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21/10/05 19:49  

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