Pennys Wochenrückblick Folge 120: Silvester 2007...viel (Nicht-)Rauch um fast gar nix!
vor dem Text noch ein Hinweis: Folgt diesem
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und es erscheint eine Online-Version eines Zeitungsartikels in der Westfälischen Rundschau zum Thema "Lesung" und "Pennys Wochenrückblicke" im Allgemeinen!
Silvester
18:55
Die Eck-Kneipe „zum kleinen Schluckauf“ rüstet sich für den letzten Tag des Jahres. Glasbausteindicke giftgrüne Aschenbecher werden auf den Theken drapiert, die Uschi, die Emma und die Edeltraut bekommen von Wirt Kalle einen breiten Malerpinsel in die Hand gedrückt. „Für die Aschenbecher!“ Der Zigarettenautomat wird bis zum Rand befüllt, eine Nebelmaschine schafft schon mal eine authentische Atmosphäre.
19:45
Gegenüber im „FreakyFreshyFunFort“, Deutschlands erster rauchfreier Restaurantclub-VIP-Lounge kreischt Geschäftsführer Jacques ein kleines bisschen schrill in Richtung Personal:
„Fänstäär auf! Die Cretin Kalle macht die Näbbällmaschin’ an!“ Unter hektischem Hin und Herlaufen seiner 27 Angestellten mit eingebauter Frischluftgarantie sucht Geschäftsführer Jacques seinen im Baumarkt für teuer Asche…..für teuer Geld erworbenes Feinstaubmessgerät.
19:56
Im kleinen Schluckauf wird emsig dekoriert, Luftschlangen werden eilig über massive Holztheken geworfen, Konfetti aus dem Locher ziert den Boden.
„Ey Uschi, samma: Da sin ja noch weiße mit bei. Ich hab gesacht bunt!“
Uschi rückt sich die feuerfesten Schulterpolster ihrer Bluse zurecht und versucht möglichst pikiert zu wirken, so wie sie es in den Daily Soaps gelernt hat.
„Kalle, irgendwann waren die Filzstifte auch mal alle…und wer hätte sonst das Zwiebelbaguette geholt?“
Leider hat Kalle nicht zugehört, sondern zündet dem gerade erschienen ersten Gast die erste Zigarette an, während er Locherkonfetti in die Luft schmeißt.
„Bisse im Schluckauf, wa? Guten Rutsch, lass dir n Bier geben und setz dich. Der Kippencomputer steht da vorne.“
19:57
Im FreakyFreshyFunnyFort wirft Kellner Stewart sein Fernglas weg: „Chef, sie haben den ersten Gast, und er bekommt die Zigarette angezündet…bei offener Eingangstür!“
Geschäftsführer Jacques’ Kopf beginnt zu glühen und mit in die Luft erhobenen Zeigefinger brüllt er: „Isch rufä die Foiär’währ!“
19:58
Löschgruppenführer Eduard Schulz erklärt einem aufgebrachten französischen Dialekt in aller Ruhe, dass man sich selbstverständlich um eine zu lang geöffnete Kneipentür kümmern wird und es eine Ehre für ihn als Löschgruppenführer sei, den momentanen Einsatz abzubrechen, in dem ein brennendes Waisenhaus eine Rolle spiele.
Unter lautem Lachen legt Eduard Schulz auf.
21:35
Kalle hängt Schinken zum Räuchern auf. Verwirrten Erstbesuchern erklärt er: „Wenn ersma der Brutus hier is und seine kubanischen Zigarren wegsaugt, dann bekommt der Schinken so’n richtich derben Nachgeschmack.“
21:37
Geschäftsführer Jacques Puls stimmt ein Deathmetal-ähnliches Trommelgewitter an, als er auf sein tickendes Feinstaubmessgerät schaut.
„Fänstääär zu! Cretin Kalle meinen es ärnst!“
Die ersten Gäste im FreakyFreshyFunFort ziehen erleichtert ihre Jacken aus. Endlich keine Minustemperaturen mehr.
22:45
Musik wird aufgelegt. Kalles Musikbox legt los mit „Smoke on the Water“, worauf Jacques energisch kontert mit Mother Nature’s „Fresh Air!“ Kalle versucht es danach mit „Fire Water Burn“ von der Bloodhound Gang, was Jacques stilsicher mit Life of Agony’s „Last Cigarette“ beantwortet.
23:21
Die Silvesterpartys sind im vollen Gange. Zu einem kleinen Zwischenfall kommt es, als ein Gast aus dem Schluckauf halb betrunken ins FreakyFreshyFunFort stolpert und dort adhoc ins Frischluftwachkoma fällt. Minuten später brüllt Kalle grollend über die Strasse: „Gib mir mein Gast zurück, du Froschschenkellutscher! Was fällt dir ein, diese frische Luft, das is nix für den Willi!“
„Nuhr übäär, meine Laisch’, Cretin!“
23:26
Polizeiwachtmeister Grabowski muss in die stabile Seitenlage gelegt werden, nachdem er lachend vom Stuhl gefallen war. Als er wieder wach wird, stammelt er kichernd: „Der Kalle war dran, aus dem Schluckauf. Wir sollen einen entführten Gast vom Fort in seine Räucherbude zurückeskortieren, hihi!“
23:59
Countdown im Schluckauf und im Fort. Während im Schluckauf die Sichtweite mittlerweile 30 Zentimeter unterschreitet, bekommen die ersten Gäste im Fort einen leichten Sauerstoffschock und gackern wirr.
10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..0
00:00 und 27 Sekunden
Polizeiwachtmeister Grabowski wird langsam sauer, er hält das Telefon ein wenig von sich weg, bevor er hineinbrüllt:
„Nein Jacques, erst ab 1. Juni und keine Ausnahmen. Herrgott, wir haben noch nicht mal ne halbe Minute 2008 und du regst dich auf, dass im Schluckauf noch keiner seine Zigarette ausgemacht hat. Was? Ja, Dir auch ein frohes neues Scheiß Jahr.“ Klick.
00:15
Jacques zieht Plan B aus der Tasche. T-Shirts mit Raucherlungenröntgenbildern werden unter den Gästen verteilt, Luftgewehre an die Mitarbeiter: „Schießt auf die Eizpilzä, isch will nischt, dass där värdammte Rauch zu üns inüberzieht.“ Ein überdimensionaler Duftbaum (Vanille, natürlich!) wird an der Häuserfassade des Forts befestigt.
00:25
„Feuer, ihr Gipsköppe, harhar!“ hallt es aus Kalle’s Kehle und schon fliegen dutzende Zippos durch die Nacht. Wenig später sackt der Duftbaum verkohlt in sich zusammen.
00:32
„Das bedeutät Krieg, Cretin“, keift Jacques und lässt die Hollywood-Windmaschine aus der Garage. Weißes Locherkonfetti wirbelt durchs Schluckauf, während Kalles Wangenlappen schlackern und er über den neuen Schritt nachdenkt. Soll er wirklich schon den überdimensionalen Godzilla aus dem Keller…?
00:39
Jacques fällt in eine tiefe Ohnmacht. Soeben hat ein Godzillakopf seinen Kopf durch die Fensterscheiben geschlagen. In seinem riesigen Kopf sitzt die Skatrunde „die wilden Klopper“ und kontaminieren das Fort mit Pfeiffe, Zigarre und Schnupftabak.
Aus der Umnebelung wieder erwacht greift Jacques zu einer Kiste Frischluftgranaten.
02:15
…die Polizei trifft zuerst ein. Danach diverse Krankenwagen. Die Zufahrtsstrassen zum Schluckauf und zum Fort werden weiträumig abgesperrt. Als Oberkommissar Grabowski gerade einen dreiminütigen Vortrag zum Thema Raucher/Nichtraucher in sein Meggaphon schnarren will, fliegt ihm eine volle Packung Rothändle gegen die Stirn.
SEK, Hundertschaft, Hubschrauberstaffel, dreißig Zollbeamte, leichte Panzer der Bundeswehr und ein Lockheed-Aufklärungsflugzeug bestimmen in den nächsten Stunden und Tagen die Szenerie.
In ihrer Neujahrsansprache wird Kanzlerin Angela Merkel ernst:
„Wir befinden uns im Krieg, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürga! Ausgehend von einer Silvesterfeier im Schluckauf und im Fort mussten….und hinterher musste ich George Bush beruhigen….ein demokratischer….und darum bitte ich sie: Bauen sie sich einen Luftschutzbunker. Aber bitte mit Schild an der Eingangstür, ob Raucher oder Nichtraucher! Vielen Dank!“
Ob Raucher oder nicht: Den Newsletter kann man mit einer Mail an pennysworue@gmx.de bestellen!
Allen Lesern von "Pennys Wochenrückblicke" wünsche ich ein frohes neues Jahr 2008. Die Seite geht ins dritte Jahr und mit der ersten Lesung im Dezember 2007 hat sich ein weiterer großer Traum erfüllt. Ich freue mich auch im neuen Jahr über Support, Rückmeldung und Kritik. Das spornt enorm an und lässt mich jede Woche auf die Tastatur hauen.
Also, bis nächsten Freitag.
Take Care
Penny
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Silvester
18:55
Die Eck-Kneipe „zum kleinen Schluckauf“ rüstet sich für den letzten Tag des Jahres. Glasbausteindicke giftgrüne Aschenbecher werden auf den Theken drapiert, die Uschi, die Emma und die Edeltraut bekommen von Wirt Kalle einen breiten Malerpinsel in die Hand gedrückt. „Für die Aschenbecher!“ Der Zigarettenautomat wird bis zum Rand befüllt, eine Nebelmaschine schafft schon mal eine authentische Atmosphäre.
19:45
Gegenüber im „FreakyFreshyFunFort“, Deutschlands erster rauchfreier Restaurantclub-VIP-Lounge kreischt Geschäftsführer Jacques ein kleines bisschen schrill in Richtung Personal:
„Fänstäär auf! Die Cretin Kalle macht die Näbbällmaschin’ an!“ Unter hektischem Hin und Herlaufen seiner 27 Angestellten mit eingebauter Frischluftgarantie sucht Geschäftsführer Jacques seinen im Baumarkt für teuer Asche…..für teuer Geld erworbenes Feinstaubmessgerät.
19:56
Im kleinen Schluckauf wird emsig dekoriert, Luftschlangen werden eilig über massive Holztheken geworfen, Konfetti aus dem Locher ziert den Boden.
„Ey Uschi, samma: Da sin ja noch weiße mit bei. Ich hab gesacht bunt!“
Uschi rückt sich die feuerfesten Schulterpolster ihrer Bluse zurecht und versucht möglichst pikiert zu wirken, so wie sie es in den Daily Soaps gelernt hat.
„Kalle, irgendwann waren die Filzstifte auch mal alle…und wer hätte sonst das Zwiebelbaguette geholt?“
Leider hat Kalle nicht zugehört, sondern zündet dem gerade erschienen ersten Gast die erste Zigarette an, während er Locherkonfetti in die Luft schmeißt.
„Bisse im Schluckauf, wa? Guten Rutsch, lass dir n Bier geben und setz dich. Der Kippencomputer steht da vorne.“
19:57
Im FreakyFreshyFunnyFort wirft Kellner Stewart sein Fernglas weg: „Chef, sie haben den ersten Gast, und er bekommt die Zigarette angezündet…bei offener Eingangstür!“
Geschäftsführer Jacques’ Kopf beginnt zu glühen und mit in die Luft erhobenen Zeigefinger brüllt er: „Isch rufä die Foiär’währ!“
19:58
Löschgruppenführer Eduard Schulz erklärt einem aufgebrachten französischen Dialekt in aller Ruhe, dass man sich selbstverständlich um eine zu lang geöffnete Kneipentür kümmern wird und es eine Ehre für ihn als Löschgruppenführer sei, den momentanen Einsatz abzubrechen, in dem ein brennendes Waisenhaus eine Rolle spiele.
Unter lautem Lachen legt Eduard Schulz auf.
21:35
Kalle hängt Schinken zum Räuchern auf. Verwirrten Erstbesuchern erklärt er: „Wenn ersma der Brutus hier is und seine kubanischen Zigarren wegsaugt, dann bekommt der Schinken so’n richtich derben Nachgeschmack.“
21:37
Geschäftsführer Jacques Puls stimmt ein Deathmetal-ähnliches Trommelgewitter an, als er auf sein tickendes Feinstaubmessgerät schaut.
„Fänstääär zu! Cretin Kalle meinen es ärnst!“
Die ersten Gäste im FreakyFreshyFunFort ziehen erleichtert ihre Jacken aus. Endlich keine Minustemperaturen mehr.
22:45
Musik wird aufgelegt. Kalles Musikbox legt los mit „Smoke on the Water“, worauf Jacques energisch kontert mit Mother Nature’s „Fresh Air!“ Kalle versucht es danach mit „Fire Water Burn“ von der Bloodhound Gang, was Jacques stilsicher mit Life of Agony’s „Last Cigarette“ beantwortet.
23:21
Die Silvesterpartys sind im vollen Gange. Zu einem kleinen Zwischenfall kommt es, als ein Gast aus dem Schluckauf halb betrunken ins FreakyFreshyFunFort stolpert und dort adhoc ins Frischluftwachkoma fällt. Minuten später brüllt Kalle grollend über die Strasse: „Gib mir mein Gast zurück, du Froschschenkellutscher! Was fällt dir ein, diese frische Luft, das is nix für den Willi!“
„Nuhr übäär, meine Laisch’, Cretin!“
23:26
Polizeiwachtmeister Grabowski muss in die stabile Seitenlage gelegt werden, nachdem er lachend vom Stuhl gefallen war. Als er wieder wach wird, stammelt er kichernd: „Der Kalle war dran, aus dem Schluckauf. Wir sollen einen entführten Gast vom Fort in seine Räucherbude zurückeskortieren, hihi!“
23:59
Countdown im Schluckauf und im Fort. Während im Schluckauf die Sichtweite mittlerweile 30 Zentimeter unterschreitet, bekommen die ersten Gäste im Fort einen leichten Sauerstoffschock und gackern wirr.
10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..0
00:00 und 27 Sekunden
Polizeiwachtmeister Grabowski wird langsam sauer, er hält das Telefon ein wenig von sich weg, bevor er hineinbrüllt:
„Nein Jacques, erst ab 1. Juni und keine Ausnahmen. Herrgott, wir haben noch nicht mal ne halbe Minute 2008 und du regst dich auf, dass im Schluckauf noch keiner seine Zigarette ausgemacht hat. Was? Ja, Dir auch ein frohes neues Scheiß Jahr.“ Klick.
00:15
Jacques zieht Plan B aus der Tasche. T-Shirts mit Raucherlungenröntgenbildern werden unter den Gästen verteilt, Luftgewehre an die Mitarbeiter: „Schießt auf die Eizpilzä, isch will nischt, dass där värdammte Rauch zu üns inüberzieht.“ Ein überdimensionaler Duftbaum (Vanille, natürlich!) wird an der Häuserfassade des Forts befestigt.
00:25
„Feuer, ihr Gipsköppe, harhar!“ hallt es aus Kalle’s Kehle und schon fliegen dutzende Zippos durch die Nacht. Wenig später sackt der Duftbaum verkohlt in sich zusammen.
00:32
„Das bedeutät Krieg, Cretin“, keift Jacques und lässt die Hollywood-Windmaschine aus der Garage. Weißes Locherkonfetti wirbelt durchs Schluckauf, während Kalles Wangenlappen schlackern und er über den neuen Schritt nachdenkt. Soll er wirklich schon den überdimensionalen Godzilla aus dem Keller…?
00:39
Jacques fällt in eine tiefe Ohnmacht. Soeben hat ein Godzillakopf seinen Kopf durch die Fensterscheiben geschlagen. In seinem riesigen Kopf sitzt die Skatrunde „die wilden Klopper“ und kontaminieren das Fort mit Pfeiffe, Zigarre und Schnupftabak.
Aus der Umnebelung wieder erwacht greift Jacques zu einer Kiste Frischluftgranaten.
02:15
…die Polizei trifft zuerst ein. Danach diverse Krankenwagen. Die Zufahrtsstrassen zum Schluckauf und zum Fort werden weiträumig abgesperrt. Als Oberkommissar Grabowski gerade einen dreiminütigen Vortrag zum Thema Raucher/Nichtraucher in sein Meggaphon schnarren will, fliegt ihm eine volle Packung Rothändle gegen die Stirn.
SEK, Hundertschaft, Hubschrauberstaffel, dreißig Zollbeamte, leichte Panzer der Bundeswehr und ein Lockheed-Aufklärungsflugzeug bestimmen in den nächsten Stunden und Tagen die Szenerie.
In ihrer Neujahrsansprache wird Kanzlerin Angela Merkel ernst:
„Wir befinden uns im Krieg, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürga! Ausgehend von einer Silvesterfeier im Schluckauf und im Fort mussten….und hinterher musste ich George Bush beruhigen….ein demokratischer….und darum bitte ich sie: Bauen sie sich einen Luftschutzbunker. Aber bitte mit Schild an der Eingangstür, ob Raucher oder Nichtraucher! Vielen Dank!“
Ob Raucher oder nicht: Den Newsletter kann man mit einer Mail an pennysworue@gmx.de bestellen!
Allen Lesern von "Pennys Wochenrückblicke" wünsche ich ein frohes neues Jahr 2008. Die Seite geht ins dritte Jahr und mit der ersten Lesung im Dezember 2007 hat sich ein weiterer großer Traum erfüllt. Ich freue mich auch im neuen Jahr über Support, Rückmeldung und Kritik. Das spornt enorm an und lässt mich jede Woche auf die Tastatur hauen.
Also, bis nächsten Freitag.
Take Care
Penny


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