Pennys-Pausen-Plauderei Folge 3: CSI: Krefeld...The Death of Knötti
Klar ist: Ungeschoren kommt Knöttis Mörder nicht davon...
Es gibt so viele Behörden auf der Welt, warum nicht auch diese?
Ich würde sie "präventive Prozessgenehmigungsstelle" nennen und sie absichtlich mit einem pullundertragenden Kleingeist besetzen, der in etwa über die raubtierartige Mimik von Wolfgang Schäuble verfügt. Zudem würde ich ihn mit einem riesigen "Abgelehnt"-Stempel ausstatten. Wofür wäre der Kleingeist gut? Er würde Prozessanträge der Bundesbürger als Erster einsehen und gegebenenfalls ablehnen, wenn kein Sinn im angestrebten Prozess erkennbar wäre.
Dies würde 95 % aller Anträge betreffen, also bekäme der Kleingeist auch eine Palette 5 Liter-Eimer Stempelfarbe für den ersten Monat dazu geliefert. Der Vorteil für das deutsche Volk würde darin bestehen, dass die Gerichte sich den wirklich wichtigen Fällen widmen könnten und der hanebüchene Unfug, der dort manchmal veranstaltet wird, nicht in deutschen Zeitungen landet.
Vor ein paar Jahren wurde Gott verklagt, wegen begangener Grausamkeiten an seinen Gläubigen. Man musste sich allen Ernstes in einem Gerichtsgebäude treffen um dort festzustellen, dass der Jahrtausendprozeß gegen den Allmächtigen leider ins Wasser fallen muss, da Gott die Anklageschrift entgegenzunehmen verpflichtet ist und dies aufgrund fehlenden festen Wohnsitzes leider nicht möglich sei.
Da hat er aber Glück gehabt, der alte Nomade.
Hätte man bloß mich mal gefragt, mindestens einmal in der Woche hör ich eine Frauenstimme aus dem Nachbarhaus kreischen.
"Mein Gott Herbert, der Müll muss raus", oder auch "Mein Gott Herbert, was ist mit dem Rasen?" Ich hätte nicht nur Gottes genaue Adresse gewusst, sondern auch seinen Vornamen und daß er viel zu beschäftigt ist, um sich um sein Volk zu kümmern. Hätte man den Klagenden zum Feingeist geschickt, hätte er eine Nummer gezogen, zwei Stunden gewartet und hätte dann einen fetten "ABGELEHNT"-Stempel kassiert.
"Gott wird nicht verklagt, Paragraph 5 Absatz 3 Punkt c"
"Wo steht das?"
"Im Prozessgenehmigungsgesetzbuch!"
"Wo kann ich das einsehen?"
"Im Keller, direkt neben dem kleinen Atomreaktor, mit dem meine Glühbirne betrieben wird. Wollen Sie einen Schlüssel?"
Vielleicht hätte man auch die Anklage abgelehnt, die gestern vor deutschen Gerichten ein Ende fand. Es wurde heftigst gestritten über das Ableben von Knötti, dem gewöhnlichen Grünfrosch, der Postum noch einen Platz im Tiefkühlfach fand, vermutlich neben den gefrorenen Broccoliröschen. Der mutmaßliche Lurchmörder Frank H. (in der deutschen Presselandschaft können sich manche Menschen keinen vollständigen Nachnamen leisten, sondern nur nen Buchstaben mit nem Punkt, das Letteräquivalent zum schwarzen Balken vor den Augen) soll den Frosch erschossen haben.
Mitten in der Nacht.
Mit einer alten Weltkriegswumme.
In den Kopf des Frosches.
Die Frage, wie er das angestellt haben könnte so ganz ohne Navy Seals Laserzielfernrohr und Real-Time-Satellitenbildern vom Froschteich, blieb allerdings aus, weil er alles leugnete. Der Besitzer des Frosches und Kläger der Anklage indes sprach über seinen verbliebenden, überlebenden Frosch, dem nun ein Hinterbein fehle und er war sich nicht zu schade, den Reportern mitzuteilen, dass er diesen Frosch nun "Ahab" getauft hat und der tote Knötti als Beweisstück A noch in der 5-Sterne-Asservatenkammer weilt und still und leise auf Gerechtigkeit wartet. Mit präventiver Prozessgenehmigungsstelle wäre es gar nicht soweit gekommen. Das wäre kurz und schmerzlos abgelaufen.
"Wegen einem toten Frosch führen wir in diesem Land keine Prozesse."
"Aber er hat ihn erschossen!"
"Möchten sie den 'Abgelehnt'-Stempel auf den Antrag haben oder doch lieber auf Ahab?"
Und dann wär Ruhe im Karton gewesen.
Naja, die Gutmenschen werden's wohl verhindern.
Schönes Wochenende
Euer Penny
Pennys Wochenrückblicke

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