16.5.11

Pennys-Pausen-Plauderei Folge 4: Vollkornbrot und Playstationspiele


Wenn es ranzige Playstationspiele gibt,
dann hat schimmeliges Brot ja wohl auch seine Daseinsberechtigung.



Ich wusste es ja nicht, Entschuldigung.
Wirklich nicht.
Am gestrigen Sonntag feierte ich kräftig die deutsche Meisterschaft des BVB an der Westfalenhalle, ich schmetterte das ein oder andere Lied, winkte Leonardo Dede zum Abschied und war trotz zwischenzeitlichem Hagelschauer frohen Mutes (als Dortmunder hält man eh nicht viel von blauem Himmel mit weißen Wolken).
Aber all diese Freude, sie war nicht erlaubt, denn in den Internetforen der Republik mischten sich einzelne Sommersprossen der schlechten Laune auf die sonst so makellose Feierhaut.
Nicht von Fans anderer Mannschaften, die nun dem Pott die Schale nicht gönnten, sondern von humorbefreiten Spaßbremsblöcken, die im Internet sentierten, dass es doch nun wirklich wichtigeres gebe als den Fußball. Um das ganze auf die Spitze zu treiben, hat es keine zwei Forenbeiträge gedauert, bis jemand nachlegte mit der Aussage, dass schon die römischen Machthaber dieses Prinzip geschickt zu nutzen wussten als Verblödungsorgie für die Masse.

Das Prinzip: Brot und Spiele.

Schon schön: Wann immer in Europas geografischer Mitte droht, Spaß aufzukommen, sind die Bedenkenträger nicht weit, um mit erhobenen Zeigefinger die gute Laune direkt wieder wegzupieksen. Und weil Kreativität nichts ist, was so einen richtigen Partymuffel auszeichnet, ist man sich auch nicht blöde genug, jedes mal aufs neue das "Brot und Spiele"- Argument aus der Mottenkiste der schlechten Beispiele zu kramen.

Gehört werden sie nicht, aber man stelle sich vor, wenn plötzlich doch?
Angela Merkel, die auf der Kanzlerkanzel verkündet (wobei ihre Hände wieder mit Pattex zusammengeklebt sind):

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ab heute leider kein Spaß mehr."

Die Streichliste, sie wäre lang:
- Bundesliga: abgeschafft
- Playstation und XBox: verboten
- Spielplätze: abgerissen
Angie würde auch erklären:
"Brot und Spiele, das wollen wir nicht mehr, wir wollen nicht mehr von unseren Entscheidungen in der Koalition ablenken, sie, liebe Mitbürger sollen sich voll und ganz auf unsere Politik konzentrieren."

Tja, dann aber gute Nacht.

Es würde vermutlich keine vier Wochen dauern und die ersten Bundesbürger schnitzen sich daheim einen handlichen Baseballschläger zurecht, während sie sich die Google-Route zum Bundestag ausdrucken.
Und während die Anarchie draussen vor dem Fenster tobt, tippt der Brot-und-Spiele-Theoretiker mit seinem erhobenen Zeigefinger nur fünf Worte in sein spaßbefreites Forum.
"Hab ich doch Recht gehabt"
Dass es sich mit den Konsequenzen aus dem Beweis der Theorie in diesem Land gleich wesentlich schlechter leben ließe, ist dabei nicht von Belang.
Hauptsache, man lag richtig.
Ist aber nicht schlimm, wir stehen ja schon vor seiner Tür, um ihn zu widerlegen.
Mit Doppelback geschnitten und Super-Nintendo.

Schöne Pause

Euer Penny

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