Pennys Wochenrückblick Folge 75: Mach breit die Beine, die Tor mach weit und sorg bei uns für Heiterkeit!
Ich nehme mir die Freiheit heraus einen bescheuerten Witz zu erschaffen. Einfach so und aus dem nichts. Bereit? Ok, behauptet nicht, ich hätte Euch vorher nicht gewarnt.
Was sagt der Slip von Britney Spears zum Tanga von Paris Hilton?
„Mann ist das hier stickig in der Kommode, wann holen die uns denn mal raus?“
Darauf der Tanga von Paris Hilton:
„Also, ich bin schon ewig hier.“
Jetzt die gute Nachricht. Der Wochenrückblick dürfte besser werden, als das Scherzchen eben. Ist ja auch nicht schwer. Doch anders lässt es sich nicht einleiten, anders bekomm ich den Bogen nicht hin.
Wir erlebten diese Woche – mal wieder – den brutalen Absturz eines Weltstars.
Und das kam so:
Die Britney hatte einfach keine Lust mehr, Ehefrau eines verlodderten Ehemannes zu sein und reichte flugs die Scheidungspapiere ein. So was geht ja in Amerika immer ruckizucki, wo in Deutschland erstmal lange Gespräche geführt werden, ist man überm Teich schon gut ne Woche nicht mehr Mann und Frau.
Sofort sah man in der Öffentlichkeit einen Wendepunkt im Leben der jungen Frau, die ja noch vor ein paar Jahren steif und fest behauptet hat, sie würde einst als eiserne Jungfrau das irdene Dasein verlassen.
Nun würde es also endlich wieder aufwärts gehen mit dem Popsternchen, endlich neue Platten, neue Konzerte, vernünftig lackierte Fingernägel und nicht abgefressen wie alte Bootssteg-Balken.
Doch nein, so ist es erst mal nicht, Britney genießt ein bisschen ihre neue Freiheit und zieht durch das Nachtleben wie Leute das eben so machen, wenn sie aus einer langweiligen Beziehung zurückkehren ins Partygeschehen.
Nun trafen mehrere Komponenten zusammen, die die Berichterstattung der nächsten Tage bestimmen sollten.
Britney trifft sich nämlich nicht mit ehemaligen Schulfreunden zu gepflegten Doppelkopf- und Strickrunden um über den Weltfrieden zu diskutieren, nein, sie zieht durch die Diskotheken und zwar mit Paris Hilton und Lindsay Lohan. Da wird der Nachtclub erfüllt von der geballten Intelligenz drei aufgeweichter Aufbackbrötchen, möchte man meinen.
Doch darum geht’s hier gar nicht.
Denn da Britney und ihre neuen Freundinnen nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Location eilen, weil’s vermutlich uncool und zu kalt zugleich ist, fährt man mit einer Limousine, nein, man lässt sich fahren und am Zielort gilt es, aus dem Fahrzeug auszusteigen.
Hier muss man kurz innehalten, sich genüsslich zurücklehnen, die Augen verträumt schließen und sich dreimal selbst sagen: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Und noch mal: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Und Finale: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Wir Nichtprominenten sind nämlich in der an Wertigkeit niemals zu unterschätzenden Lage, vollkommen unverängstigt und unbehelligt aus einem Auto aussteigen zu können. Ob am Baumarkt, im Kino oder am Haus von Tante Annabella, ein aus dem Gebüsch hechtender Reporter der just in dem Moment auf seinen Kameraauslöseknopf drückt, während wir den heiligen Moment des Aussteigens aus unserem Gefährt zelebrieren, ist nicht zu befürchten.
Anders eben bei den Promis. Die Britney machte die Autotür auf, konnte sich nicht erinnern, wie man als Dame richtig einer Karre enteilt und BLITZ. Hatte die Welt ein Foto.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Frau hatte nix drunter.
Wirklich gar nix.
So viel nix, dass man direkt einen schwarzen Balken darüber zu legen sich gezwungen sah in der Regenbogenpresse. Man kann abgerissene Köpfe und tote Eichhörnchen zeigen in Deutschland, aber bei den Schamlippen von Frau Spears liegt scheinbar die Grenze.
Die Kreativabteilung der Namensumwandler in Deutschlands lustigster Tageszeitung mussten Überstunden einlegen, heraus kam die Metamorphose des Vornamens „Britney“ in „Slip-Nie“. Gibt ne Eins mit Sternchen.
So viel Pauschalisierung in nur einem Namen, das hält der stärkste Satiriker nicht aus.
Man war sich auf alle Fälle recht schnell einig. Wer in der Schamregion glattrasiert und nichts drüber tragend aus Autos aussteigt, dessen Karriere ist von nun an beendet.
Nicht das Flodderlodderleben der letzten Monate und schon gar nicht die Tatsache, dass man in den letzten Jahren keine ordentlichen Platten mehr veröffentlicht hat, spielen da eine Rolle, nein nur dieser eine Moment.
Auch hier ungebändigte Freude übers nicht Promisein.
Dass solche Situationen nicht über unsere Vita entscheiden. Das stelle man sich mal vor:
Im Büro den Kaffee mit dem falschen Gesichtsausdruck eingeschüttet und ZACK…fristlos gefeuert.
Im Schwimmbad die Badehosenfarbe falsch ausgesucht und ZACK…Vereinsausschluss.
Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, ob Britney Spears uns mit dieser Art ihres Aussteigens etwas mitteilen wollte. Ein stummer Hilferuf. Vielleicht wollte sie sagen:
„Schaut her! Ich bin auch nur ein Mensch!“
Das hätten wir selbstverständlich auch so geglaubt oder eventuell auch nicht. Vielleicht dachten einige bisher, dass sie nur ein Pop-Roboter wäre, weil sie in ihren Videos seltsame Verrenkungen nicht müde zu präsentieren war. Ist es mal jemandem aufgefallen? Diese ruckartigen Bewegungen im Schulterbereich, die von den Akteuren in Musikvideos zur Schau gestellt werden, lassen sich fast nie in hiesigen Diskotheken beim Otto-Normal-Tänzer beobachten. Und warum nicht? Genau, weil die Tanzfläche gesäumt sein müsste mit Sanitätern, die zwischendurch ausgekugelte Gelenke wieder einkugeln.
Aber gut, so hat man wenigstens Gewissheit.
So und jetzt sind wir mal ehrlich. Uns interessiert es wirklich nicht, wie Frau Spears untenrum ausschaut. Es ist eine Presselegende, dass es Menschen auf unserem Planeten gibt, die furchtbar interessiert eine Berichterstattung verfolgen, in der eine Frau Spears aus dem Auto steigt…oder Keanu Reeves sich aus einem Auto heraus übergibt…oder Lindsay Lohan es mit jemandem im Auto treibt.
Diese Reihenfolge „Promi macht Unsinn-Fotograf fotografiert-Zeitung veröffentlicht-Leser kippt fast um vor Begeisterung“ hört beim Punkt „Zeitung veröffentlicht“ einfach auf, da beißt die Maus keinen Faden ab. Man lebt da also unter einer eigenen und faszinierenden Käseglocke des Paradoxons, in der man ernsthaft glaubt, dass man sich gegenseitig ziemlich toll promoten kann, indem man den Unsinn, den Promis täglich so veranstalten, in der Zeitung ablichtet.
Sollte es natürlich doch irgendwo da draußen einen verirrten und vom rechten Wege abgekommenen Menschen geben, der sich länger als 5 Minuten mit so etwas beschäftigt oder wirklich behauptet, die neue CD von Frau Spears sei nun für ihn unkonsumierbar, weil er ihre Geschlechtsteile in der Zeitung vorfand oder aber – viel schlimmer – die neue CD von Frau Spears müsse man gerade aus diesem Umstand heraus an der Kasse vorlegen:
ich werde Seminare geben, um solche Menschen von ihren Leiden zu befreien.
Eine schöne Woche.
Was sagt der Slip von Britney Spears zum Tanga von Paris Hilton?
„Mann ist das hier stickig in der Kommode, wann holen die uns denn mal raus?“
Darauf der Tanga von Paris Hilton:
„Also, ich bin schon ewig hier.“
Jetzt die gute Nachricht. Der Wochenrückblick dürfte besser werden, als das Scherzchen eben. Ist ja auch nicht schwer. Doch anders lässt es sich nicht einleiten, anders bekomm ich den Bogen nicht hin.
Wir erlebten diese Woche – mal wieder – den brutalen Absturz eines Weltstars.
Und das kam so:
Die Britney hatte einfach keine Lust mehr, Ehefrau eines verlodderten Ehemannes zu sein und reichte flugs die Scheidungspapiere ein. So was geht ja in Amerika immer ruckizucki, wo in Deutschland erstmal lange Gespräche geführt werden, ist man überm Teich schon gut ne Woche nicht mehr Mann und Frau.
Sofort sah man in der Öffentlichkeit einen Wendepunkt im Leben der jungen Frau, die ja noch vor ein paar Jahren steif und fest behauptet hat, sie würde einst als eiserne Jungfrau das irdene Dasein verlassen.
Nun würde es also endlich wieder aufwärts gehen mit dem Popsternchen, endlich neue Platten, neue Konzerte, vernünftig lackierte Fingernägel und nicht abgefressen wie alte Bootssteg-Balken.
Doch nein, so ist es erst mal nicht, Britney genießt ein bisschen ihre neue Freiheit und zieht durch das Nachtleben wie Leute das eben so machen, wenn sie aus einer langweiligen Beziehung zurückkehren ins Partygeschehen.
Nun trafen mehrere Komponenten zusammen, die die Berichterstattung der nächsten Tage bestimmen sollten.
Britney trifft sich nämlich nicht mit ehemaligen Schulfreunden zu gepflegten Doppelkopf- und Strickrunden um über den Weltfrieden zu diskutieren, nein, sie zieht durch die Diskotheken und zwar mit Paris Hilton und Lindsay Lohan. Da wird der Nachtclub erfüllt von der geballten Intelligenz drei aufgeweichter Aufbackbrötchen, möchte man meinen.
Doch darum geht’s hier gar nicht.
Denn da Britney und ihre neuen Freundinnen nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Location eilen, weil’s vermutlich uncool und zu kalt zugleich ist, fährt man mit einer Limousine, nein, man lässt sich fahren und am Zielort gilt es, aus dem Fahrzeug auszusteigen.
Hier muss man kurz innehalten, sich genüsslich zurücklehnen, die Augen verträumt schließen und sich dreimal selbst sagen: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Und noch mal: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Und Finale: „Mann was hab ich doch für ein Glück gehabt!“
Wir Nichtprominenten sind nämlich in der an Wertigkeit niemals zu unterschätzenden Lage, vollkommen unverängstigt und unbehelligt aus einem Auto aussteigen zu können. Ob am Baumarkt, im Kino oder am Haus von Tante Annabella, ein aus dem Gebüsch hechtender Reporter der just in dem Moment auf seinen Kameraauslöseknopf drückt, während wir den heiligen Moment des Aussteigens aus unserem Gefährt zelebrieren, ist nicht zu befürchten.
Anders eben bei den Promis. Die Britney machte die Autotür auf, konnte sich nicht erinnern, wie man als Dame richtig einer Karre enteilt und BLITZ. Hatte die Welt ein Foto.
Zusammenfassend kann man sagen: Die Frau hatte nix drunter.
Wirklich gar nix.
So viel nix, dass man direkt einen schwarzen Balken darüber zu legen sich gezwungen sah in der Regenbogenpresse. Man kann abgerissene Köpfe und tote Eichhörnchen zeigen in Deutschland, aber bei den Schamlippen von Frau Spears liegt scheinbar die Grenze.
Die Kreativabteilung der Namensumwandler in Deutschlands lustigster Tageszeitung mussten Überstunden einlegen, heraus kam die Metamorphose des Vornamens „Britney“ in „Slip-Nie“. Gibt ne Eins mit Sternchen.
So viel Pauschalisierung in nur einem Namen, das hält der stärkste Satiriker nicht aus.
Man war sich auf alle Fälle recht schnell einig. Wer in der Schamregion glattrasiert und nichts drüber tragend aus Autos aussteigt, dessen Karriere ist von nun an beendet.
Nicht das Flodderlodderleben der letzten Monate und schon gar nicht die Tatsache, dass man in den letzten Jahren keine ordentlichen Platten mehr veröffentlicht hat, spielen da eine Rolle, nein nur dieser eine Moment.
Auch hier ungebändigte Freude übers nicht Promisein.
Dass solche Situationen nicht über unsere Vita entscheiden. Das stelle man sich mal vor:
Im Büro den Kaffee mit dem falschen Gesichtsausdruck eingeschüttet und ZACK…fristlos gefeuert.
Im Schwimmbad die Badehosenfarbe falsch ausgesucht und ZACK…Vereinsausschluss.
Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, ob Britney Spears uns mit dieser Art ihres Aussteigens etwas mitteilen wollte. Ein stummer Hilferuf. Vielleicht wollte sie sagen:
„Schaut her! Ich bin auch nur ein Mensch!“
Das hätten wir selbstverständlich auch so geglaubt oder eventuell auch nicht. Vielleicht dachten einige bisher, dass sie nur ein Pop-Roboter wäre, weil sie in ihren Videos seltsame Verrenkungen nicht müde zu präsentieren war. Ist es mal jemandem aufgefallen? Diese ruckartigen Bewegungen im Schulterbereich, die von den Akteuren in Musikvideos zur Schau gestellt werden, lassen sich fast nie in hiesigen Diskotheken beim Otto-Normal-Tänzer beobachten. Und warum nicht? Genau, weil die Tanzfläche gesäumt sein müsste mit Sanitätern, die zwischendurch ausgekugelte Gelenke wieder einkugeln.
Aber gut, so hat man wenigstens Gewissheit.
So und jetzt sind wir mal ehrlich. Uns interessiert es wirklich nicht, wie Frau Spears untenrum ausschaut. Es ist eine Presselegende, dass es Menschen auf unserem Planeten gibt, die furchtbar interessiert eine Berichterstattung verfolgen, in der eine Frau Spears aus dem Auto steigt…oder Keanu Reeves sich aus einem Auto heraus übergibt…oder Lindsay Lohan es mit jemandem im Auto treibt.
Diese Reihenfolge „Promi macht Unsinn-Fotograf fotografiert-Zeitung veröffentlicht-Leser kippt fast um vor Begeisterung“ hört beim Punkt „Zeitung veröffentlicht“ einfach auf, da beißt die Maus keinen Faden ab. Man lebt da also unter einer eigenen und faszinierenden Käseglocke des Paradoxons, in der man ernsthaft glaubt, dass man sich gegenseitig ziemlich toll promoten kann, indem man den Unsinn, den Promis täglich so veranstalten, in der Zeitung ablichtet.
Sollte es natürlich doch irgendwo da draußen einen verirrten und vom rechten Wege abgekommenen Menschen geben, der sich länger als 5 Minuten mit so etwas beschäftigt oder wirklich behauptet, die neue CD von Frau Spears sei nun für ihn unkonsumierbar, weil er ihre Geschlechtsteile in der Zeitung vorfand oder aber – viel schlimmer – die neue CD von Frau Spears müsse man gerade aus diesem Umstand heraus an der Kasse vorlegen:
ich werde Seminare geben, um solche Menschen von ihren Leiden zu befreien.
Eine schöne Woche.


8 Comments:
http://bsdo.thumblogger.com/
ohne Balken . . .
"Sollte es natürlich doch irgendwo da draußen einen verirrten und vom rechten Wege abgekommenen Menschen geben, der sich länger als 5 Minuten mit so etwas beschäftigt"
öhm, wie lange hast du am rückblick geschrieben? *fg*
Es ist doch immer wieder unglaublich, wie interessiert die Welt an andererleuts Pflaumen ist;-) Nun ja, jetzt wissen wir, daß Britney nix drunter, also gar nix drunter trägt, und die Welt kann sich wieder mit wichtigeren Dingen befassen. Die Frucht am Ende war fast perfect gewählt...*g*
Great article! Thanks.
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Thank You! Very interesting article. Do you can write anything else about it?
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