Pennys Wochenrückblick 70: Von verpflichtenden Berichten, die untere Schichten sichten!
Hier haben wir Kurt Beck.
Kurt Beck ist der gemütliche Pfälzer-Steiff-Teddy der SPD, dem irgendwie der Knopf im Ohr abhanden gekommen ist.
Der Kurt Beck ist kein Dummer, denn er hat nach der Durchlese einer Studie eine Erkenntnis gewonnen, zu der wir vermutlich auch längst gewonnen hätten, wenn wir gemütliche und dicke Pfälzer in der Politik wären, die Studien vorgelegt bekommen würden.
Die Erkenntnis: wir haben eine Unterschicht.
Dort haben wir Franz Müntefering.
Niemand auf der Welt rollt das „R“ mit so viel Leidenschaft, nicht mal Edmund Stoiber. Wenn der Herr Müntefering in Interviews der großen weiten Welt, die irgendwo hinter der Kamera gespannt den Atem anhält, einen komplizierten Sachverhalt erklären möchte, dann weicht der nette Herr auf Fußballrhetorik aus. Denn das ist eine Sprache, die auch noch der letzte Knispel aus dem letzten Stall mit Fernsehantenne begreift. Da wird die große Koalition als kickende Mannschaft versymbolisiert, dass es nur so kracht am rhetorischen Pfosten. Man müsse vorne nicht nur Dinger rein machen, sondern hinten auch verteidigen. Oder anders gesagt: man muss Steuern erhöhen und darf den Leuten aber nix zurückgeben. Irgendwie so meint er das immer, der Herr Müntefering.
Dem ist übrigens auch eine Erkenntnis gekommen.
Die Erkenntnis: In Deutschland gibt es keine Schichten.
Solche Aussagen sind bemerkenswert hoch Acht, bedenke man doch, dass der Beck-Teddy und der R-Roller aus ein und derselben Partei kommen.
Richtig schlimm sind allerdings die Reaktionen auf die Erkenntnisse der beiden Vollblutpolitiker.
Denn „Unterschicht“, das sagt man nicht. In der Studie heißt es „soziales Prekariat“, was aber irgendwie auch nicht toller klingt und im Gegensatz zum Wort „Unterschicht“ nicht mal meiner Word-Rechtschreibprüfung bekannt ist.
Nichts desto weniger: Unterschicht, da war man sich in der Politik schnell einig, ist ein gar schröööööckliches Wort. Das leistete dem Verdrängungsgedanken einen wunderbaren Vorschub, woraus ja Herr Müntefering seine Erkenntnis zog.
Es gibt keine Schichten. Das muss man erst mal sacken lassen, begegnen wir doch täglich Menschen, die durch diverse Schulabschlüsse und unterschiedlichen Bewerbungsbemühungen mehr oder weniger Geld als andere verdienen. Wer also den aus der Tüte trinkenden Brückenuntermieter mit dem Kaviarknuspernden Milliardär auf eine Stufe stellt, der bekommt in Weltfremdheit von Angela Merkel eine Eins mit Sternchen.
Auf jeden Fall tun alle Politiker ganz furchtbar überrascht. Ganz so wie der Rest des Volkes kurz vor Weihnachten.
Da schreien alle: „Huch! Weihnachten! Jetzt muss ich aber noch Besorgungen machen!“
In der großen Koalition schreit man:
„Huch! Unterschicht! Jetzt muss ich aber erst mal den Koalitionspartner niedermachen!“
Während man sich also im Bundestag gegenseitig bis zur Bewegungslosigkeit mit Schuldzuweisungen zukleistert, können wir ja weiter Unterschichtenfernsehen gucken. Dieser Begriff ist übrigens hochoffiziell erlaubt und weit entfernt, von schwer überraschten Politikern angefochten zu werden.
Denn die privaten Fernsehsender verfolgen nun mal keinen Bildungsauftrag, wieso auch.
Gibt genug Menschen, die sich Tag für Tag schon um acht Uhr morgens anschauen, wie Walter Freiwald auf RTL unschuldige Parkettbruchstücke mit einem Dampfreiniger traktiert und das Reinigungsgerät dabei als größte Erfindung seit dem elektrischen Licht anpreist. Ein paar Stunden später geht es in interessante Gerichtssäle, in denen schwachsinnig Fälle nachgespielt werden, die so hoffentlich noch in keinem echten Justizgebäude stattgefunden haben. Zappt man dann nach der dritten Sendung in Serie hoffnungsvoll auf einen anderen Sender, werden Wohnungen eingerichtet, Anrufern Karten gelegt, Prominente auf’s Glatteis geführt.
Schon der tiefere Sinn und der Grund des vorsätzlich geplanten Einschaltens einer „Dokutainment“-Show, in der übereifrige Eichrichterinnen armen Familien das Originelle aus der Wohnstätte herausrenovieren wird mir vermutlich erst klar, wenn Heidi Klum bereits Uroma wird. In solchen Shows wohnt niemand schön. Alle wohnen wie die Unterschicht und so kann sich keiner wohl fühlen. Also kommt Tine Wittler mit ihren Möbel-Guards, die Familie wird rausgeschmissen und dann wird gehämmert, geschraubt, gestrichen und gedübelt bis der Morgen graut. Dann kehrt die Familie zurück ins ungewohnte Heim und kommt vor lauter Verzückung aus dem Staunen nicht mehr heraus, offene Münder füllen sich randvoll mit bittersüßen Tränen, endlich und juchhei, ein neuer Schrank, eine neue Farbe an der Wand, eine neue Eieruhr. Ein neues Leben. Und der mutmaßlich antriebslose nicht so reiche Mittelschichtler hockt zynisch vorm Fernseher und sagt sich:
„So un getz kann die Tine ma zu mir komm. Der leere Bierkasten muss noch inne Sparmarkt gebracht werden.“
Zur feinsten Abendunterhaltung kann man sich dann noch vergewissern, dass wenig bekannte Prominente wirklich jeden Mist machen, um an ihrem Status „wenig bekannt“ etwas zu ändern, dabei aber vergessen, dass außer „sich lächerlich machen“ nix geändert wird. Da küsst der Herr Ottke den kalten Boden und die Ruth Moschner grinst wie ein Eis laufendes Honigkuchenpferd. Aber hinterher sind wir halt auch nicht schlauer, warum und wieso diese Menschen da jetzt die arme und frisch polierte Kaltfläche mit ihren Schlittstampfern vergewaltigen.
Dann kommt Werbung.
Früher war man schwer erbost, wenn die kam.
„Jetzt ist all die Spannung weg“, schimpfte man wie ein Rohrspatz bei der filmischen Intervention geldgeiler Markenfirmen. Heute ist der Fall ein bisschen anders, denn wenn nach der Konsumentenklatsche nur noch der fertig aufgebaute Schlafzimmerschrank von Frau Sauerbier auf den Zuschauer wartet, dann ist man über ein paar Verbrauchertipps vielleicht nicht unglücklich. Nicht aber, wenn die Werbung von Kik kommt. Dann krakeelt das glasscherbenbellende Markenzeichen-T-Shirt der Firma einen weiteren Preishammer:
Unterschichtenteddy, Modell Kurt Beck, für nur 1,99. Brennt beim ersten anzünden.
In der Politik ist man in der Zwischenzeit nicht weitergekommen. Statt also Konzepte aus der Schublade zu holen (was ja auch zu viel verlangt wäre, schließlich wusste man bis letzter Woche nicht mal, dass es Armut gibt in unserem Land), diskutiert man lieber wer Schuld hat an dem ganzen Dilemma. Die Union ist sich dabei nicht zu schade, die rot-grüne Regierung von einst anzuflachsen, vor allem den federführenden Oberhäuptling in der Gestalt von Gerhard Schröder, der Herrn Hartz nicht bis „Fünf“ zählen ließ. Nach diesem Schema könnte man ja ruhig noch weiter in die Vergangenheit reisen, husch husch und hinein in die Zeitmaschine, vorbei an Napoleon, am Mittelalter, an der Zeit, in der Dinosaurier auf der Erde zarte Pflänzchen niedertrampelten.
Man kann ruhig ein paar Jahrhunderte zurück, Zwischenstopps bei den Ägyptern und Römern einlegen, dem Jesus kurz guten Tag sagen und dann konsterniert und mit voller Spucktüte aus der Zeitmaschine steigen und zu Protokoll geben, dass es schon zu allen Zeiten Schichten und noch größere Armut gegeben hat, als das wohl heute der Fall ist.
Ist halt alles eine Frage der Perspektive, wenn man mal näher drüber nachdenkt.
Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann bildet man nen Arbeitskreis. Und heraus kommt wieder nur eine lächerliche Diskussion zur Erhöhung der Reichensteuer.
Aber unsere Damen und Herren aus der politischen Kaste, die sollten lieber nicht zu stark oder zu lang nachdenken und bloß aufhören, irgendwelche Studien in Auftrag zu geben.
Nicht dass noch einer auf die Idee kommt, dass es in Afrika ein Hungerproblem gibt.
Doch dann ist die SPD vorbereitet, dann hat man ein Konzept, dann richtet man eine
Task-Force ein, die Beck-Street-Boys, die mal eben so im Vorbeigehen die Welt rettet.
So wird’s sein.
Halleluja.
Kurt Beck ist der gemütliche Pfälzer-Steiff-Teddy der SPD, dem irgendwie der Knopf im Ohr abhanden gekommen ist.
Der Kurt Beck ist kein Dummer, denn er hat nach der Durchlese einer Studie eine Erkenntnis gewonnen, zu der wir vermutlich auch längst gewonnen hätten, wenn wir gemütliche und dicke Pfälzer in der Politik wären, die Studien vorgelegt bekommen würden.
Die Erkenntnis: wir haben eine Unterschicht.
Dort haben wir Franz Müntefering.
Niemand auf der Welt rollt das „R“ mit so viel Leidenschaft, nicht mal Edmund Stoiber. Wenn der Herr Müntefering in Interviews der großen weiten Welt, die irgendwo hinter der Kamera gespannt den Atem anhält, einen komplizierten Sachverhalt erklären möchte, dann weicht der nette Herr auf Fußballrhetorik aus. Denn das ist eine Sprache, die auch noch der letzte Knispel aus dem letzten Stall mit Fernsehantenne begreift. Da wird die große Koalition als kickende Mannschaft versymbolisiert, dass es nur so kracht am rhetorischen Pfosten. Man müsse vorne nicht nur Dinger rein machen, sondern hinten auch verteidigen. Oder anders gesagt: man muss Steuern erhöhen und darf den Leuten aber nix zurückgeben. Irgendwie so meint er das immer, der Herr Müntefering.
Dem ist übrigens auch eine Erkenntnis gekommen.
Die Erkenntnis: In Deutschland gibt es keine Schichten.
Solche Aussagen sind bemerkenswert hoch Acht, bedenke man doch, dass der Beck-Teddy und der R-Roller aus ein und derselben Partei kommen.
Richtig schlimm sind allerdings die Reaktionen auf die Erkenntnisse der beiden Vollblutpolitiker.
Denn „Unterschicht“, das sagt man nicht. In der Studie heißt es „soziales Prekariat“, was aber irgendwie auch nicht toller klingt und im Gegensatz zum Wort „Unterschicht“ nicht mal meiner Word-Rechtschreibprüfung bekannt ist.
Nichts desto weniger: Unterschicht, da war man sich in der Politik schnell einig, ist ein gar schröööööckliches Wort. Das leistete dem Verdrängungsgedanken einen wunderbaren Vorschub, woraus ja Herr Müntefering seine Erkenntnis zog.
Es gibt keine Schichten. Das muss man erst mal sacken lassen, begegnen wir doch täglich Menschen, die durch diverse Schulabschlüsse und unterschiedlichen Bewerbungsbemühungen mehr oder weniger Geld als andere verdienen. Wer also den aus der Tüte trinkenden Brückenuntermieter mit dem Kaviarknuspernden Milliardär auf eine Stufe stellt, der bekommt in Weltfremdheit von Angela Merkel eine Eins mit Sternchen.
Auf jeden Fall tun alle Politiker ganz furchtbar überrascht. Ganz so wie der Rest des Volkes kurz vor Weihnachten.
Da schreien alle: „Huch! Weihnachten! Jetzt muss ich aber noch Besorgungen machen!“
In der großen Koalition schreit man:
„Huch! Unterschicht! Jetzt muss ich aber erst mal den Koalitionspartner niedermachen!“
Während man sich also im Bundestag gegenseitig bis zur Bewegungslosigkeit mit Schuldzuweisungen zukleistert, können wir ja weiter Unterschichtenfernsehen gucken. Dieser Begriff ist übrigens hochoffiziell erlaubt und weit entfernt, von schwer überraschten Politikern angefochten zu werden.
Denn die privaten Fernsehsender verfolgen nun mal keinen Bildungsauftrag, wieso auch.
Gibt genug Menschen, die sich Tag für Tag schon um acht Uhr morgens anschauen, wie Walter Freiwald auf RTL unschuldige Parkettbruchstücke mit einem Dampfreiniger traktiert und das Reinigungsgerät dabei als größte Erfindung seit dem elektrischen Licht anpreist. Ein paar Stunden später geht es in interessante Gerichtssäle, in denen schwachsinnig Fälle nachgespielt werden, die so hoffentlich noch in keinem echten Justizgebäude stattgefunden haben. Zappt man dann nach der dritten Sendung in Serie hoffnungsvoll auf einen anderen Sender, werden Wohnungen eingerichtet, Anrufern Karten gelegt, Prominente auf’s Glatteis geführt.
Schon der tiefere Sinn und der Grund des vorsätzlich geplanten Einschaltens einer „Dokutainment“-Show, in der übereifrige Eichrichterinnen armen Familien das Originelle aus der Wohnstätte herausrenovieren wird mir vermutlich erst klar, wenn Heidi Klum bereits Uroma wird. In solchen Shows wohnt niemand schön. Alle wohnen wie die Unterschicht und so kann sich keiner wohl fühlen. Also kommt Tine Wittler mit ihren Möbel-Guards, die Familie wird rausgeschmissen und dann wird gehämmert, geschraubt, gestrichen und gedübelt bis der Morgen graut. Dann kehrt die Familie zurück ins ungewohnte Heim und kommt vor lauter Verzückung aus dem Staunen nicht mehr heraus, offene Münder füllen sich randvoll mit bittersüßen Tränen, endlich und juchhei, ein neuer Schrank, eine neue Farbe an der Wand, eine neue Eieruhr. Ein neues Leben. Und der mutmaßlich antriebslose nicht so reiche Mittelschichtler hockt zynisch vorm Fernseher und sagt sich:
„So un getz kann die Tine ma zu mir komm. Der leere Bierkasten muss noch inne Sparmarkt gebracht werden.“
Zur feinsten Abendunterhaltung kann man sich dann noch vergewissern, dass wenig bekannte Prominente wirklich jeden Mist machen, um an ihrem Status „wenig bekannt“ etwas zu ändern, dabei aber vergessen, dass außer „sich lächerlich machen“ nix geändert wird. Da küsst der Herr Ottke den kalten Boden und die Ruth Moschner grinst wie ein Eis laufendes Honigkuchenpferd. Aber hinterher sind wir halt auch nicht schlauer, warum und wieso diese Menschen da jetzt die arme und frisch polierte Kaltfläche mit ihren Schlittstampfern vergewaltigen.
Dann kommt Werbung.
Früher war man schwer erbost, wenn die kam.
„Jetzt ist all die Spannung weg“, schimpfte man wie ein Rohrspatz bei der filmischen Intervention geldgeiler Markenfirmen. Heute ist der Fall ein bisschen anders, denn wenn nach der Konsumentenklatsche nur noch der fertig aufgebaute Schlafzimmerschrank von Frau Sauerbier auf den Zuschauer wartet, dann ist man über ein paar Verbrauchertipps vielleicht nicht unglücklich. Nicht aber, wenn die Werbung von Kik kommt. Dann krakeelt das glasscherbenbellende Markenzeichen-T-Shirt der Firma einen weiteren Preishammer:
Unterschichtenteddy, Modell Kurt Beck, für nur 1,99. Brennt beim ersten anzünden.
In der Politik ist man in der Zwischenzeit nicht weitergekommen. Statt also Konzepte aus der Schublade zu holen (was ja auch zu viel verlangt wäre, schließlich wusste man bis letzter Woche nicht mal, dass es Armut gibt in unserem Land), diskutiert man lieber wer Schuld hat an dem ganzen Dilemma. Die Union ist sich dabei nicht zu schade, die rot-grüne Regierung von einst anzuflachsen, vor allem den federführenden Oberhäuptling in der Gestalt von Gerhard Schröder, der Herrn Hartz nicht bis „Fünf“ zählen ließ. Nach diesem Schema könnte man ja ruhig noch weiter in die Vergangenheit reisen, husch husch und hinein in die Zeitmaschine, vorbei an Napoleon, am Mittelalter, an der Zeit, in der Dinosaurier auf der Erde zarte Pflänzchen niedertrampelten.
Man kann ruhig ein paar Jahrhunderte zurück, Zwischenstopps bei den Ägyptern und Römern einlegen, dem Jesus kurz guten Tag sagen und dann konsterniert und mit voller Spucktüte aus der Zeitmaschine steigen und zu Protokoll geben, dass es schon zu allen Zeiten Schichten und noch größere Armut gegeben hat, als das wohl heute der Fall ist.
Ist halt alles eine Frage der Perspektive, wenn man mal näher drüber nachdenkt.
Wenn man nicht mehr weiter weiß, dann bildet man nen Arbeitskreis. Und heraus kommt wieder nur eine lächerliche Diskussion zur Erhöhung der Reichensteuer.
Aber unsere Damen und Herren aus der politischen Kaste, die sollten lieber nicht zu stark oder zu lang nachdenken und bloß aufhören, irgendwelche Studien in Auftrag zu geben.
Nicht dass noch einer auf die Idee kommt, dass es in Afrika ein Hungerproblem gibt.
Doch dann ist die SPD vorbereitet, dann hat man ein Konzept, dann richtet man eine
Task-Force ein, die Beck-Street-Boys, die mal eben so im Vorbeigehen die Welt rettet.
So wird’s sein.
Halleluja.
Ein Jahr ist rum. Zwar folgt der 52. Rückblick erst in der nächsten Woche, aber heut genau vor einem Jahr wurde diese Seite ins Leben gerufen. Ein dickes Dankeschön gilt an alle Lesern, die bis heute treu und brav Woche für Woche auf die Seite schauen, um sich das durchzulesen, was ich schreibe.
Im ersten Jahr wurde www.pennys-wochenrueckblicke.de immerhin 22.000 mal angeklickt und Woche für Woche finden ca. 350-400 Leute den Weg auf die Seite.
Fertig bin ich noch nicht!
Es gibt noch zuviele Dinge, über die berichtet werden muss, zu vieles ist noch unbeleuchtet. Deswegen geht es nächste Woche weiter!
Ich werde mich noch bei allen etwas ausführlicher bedanken. Doch dazu braucht es aber noch zwei Monate Zeit. Ende Dezember gibt es dazu Neuigkeiten.
Bis nächste Woche
MrPennywise :)
Im ersten Jahr wurde www.pennys-wochenrueckblicke.de immerhin 22.000 mal angeklickt und Woche für Woche finden ca. 350-400 Leute den Weg auf die Seite.
Fertig bin ich noch nicht!
Es gibt noch zuviele Dinge, über die berichtet werden muss, zu vieles ist noch unbeleuchtet. Deswegen geht es nächste Woche weiter!
Ich werde mich noch bei allen etwas ausführlicher bedanken. Doch dazu braucht es aber noch zwei Monate Zeit. Ende Dezember gibt es dazu Neuigkeiten.
Bis nächste Woche
MrPennywise :)


7 Comments:
Ich definier dir mal Unterschicht: Diesen Wochenrückblick.
Ich lese deinen Wochenrückblick wirklich gerne, war bisher auch immer 1A. Aber dieses mal kann ich einfach nur den Kopfschütteln. Wenn du dich das nächste mal über jemanden lustig machst, dann bitte mit Niveau und ohne Tatsachen zu verdrehen. Das ist einfach unverschämt und ich als Sozialdemokrat fühle mich dadurch beleidigt.
womit genau hast du denn ein Problem?
Und wo werden Tatsachen verdreht?
Ich kann Dir sagen, wo ich mich beleidigt fühle und zwar die Art, wie die Politik auf das Problem Armut in diesem Land reagiert. Nicht mehr und nicht weniger sollte dieser Wochenrückblick eigentlich aussagen
hier auch gern noch mal genauer:
Nun, ich war mir wohl darüber bewusst, dass ich mit diesem Text nicht nur auf Gegenliebe zu tun. Aber wer ihn als Kritik an der SPD versteht, hat nicht begriffen, was ich aussagen wollte. Er sollte nur folgendes aussagen.
1. Die Art, wie Politik auf das Problem "Unterschicht" reagiert:
die ist nämlich gelinde gesagt unter aller Sau. Die große Koalition tut so, als wenn es das Problem erst seit letzter Woche gibt. Jahrelang hat man dieses Problem nämlich ignoriert. Nicht nur, dass in diesem Land auf fatale Weise beim Thema "Bildung" gespart wird, welches meiner Meinung nach die einzige Lösung ist, Leute aus der "Unterschicht" zu befreien, nein, jetzt wird auch noch diskutiert, wie man das ganze nennen soll. Aber ob die Unterschicht als "Unterschicht", als "soziales Prekariat" oder "neue Armut" bezeichnet wird, ist den Leuten, die in dieser Gesellschaft leben scheissegal. Auch wer daran die Schuld hat, interessiert keinen. Ist Gerhard Schröder schuld? Helmut Kohl? Wer will das wissen? Lebt man an der Armutsgrenze, erwartet man von der Politik Lösungen und keine seltendämlichen Schuldzuweisungen. Insofern kann ich es als demokratischer Bürger nur schwer ertragen, wie in diesem Land mit gewissen Themen umgegangen wird. Das ist bei der Gesundheitsreform nicht anders.
Und wenn Patrick genau gelesen hätte, was ich geschrieben habe, dann hätte er erkannt, dass ich nicht Kurt Beck kritisiere, sondern viel mehr seinen weltfremden Politfreund Müntefering, der ja röhlich behauptet, dass es in Deutschland gar keine Schichten gäbe. Wer solche Aussagen tätigt, der brauch sich nicht wundern, wenn das Volk sich von der Politik entfernt.
2.die Art, wie die Gesellschaft auf das Problem "Unterschicht" reagiert:
nämlich gar nicht. Die Unterschicht, das ist für viele nur das asoziale und arbeitsfaule Pack von nebenan. Menschen mit Bildung und Arbeitsplatz ziehen weg aus Gegenden, wo die "Unterschicht" sich breit macht. Stattdessen schaut man seelenruhig zu.
Das sollte eigentlich darin Ausdruck finden, was im Fernsehen auf RTL und Co. so läuft: nämlich zu 90 Prozent Schwachsinn. Aber das Volk schaut sich diesen Mist auch noch an, Unterschicht hin oder her, aber ich kann diesen Unsinn einfach nicht mehr ertragen, der nachmittags im Fernsehen ausgestrahlt wird. Es ist zwar nicht das Hauptproblem, aber es hat auf jeden Fall damit zu tun.
So, vielleicht wurde ich in diesem Rückblick auch einfach nur falsch verstanden. Es ging auch nicht darum, einzelne Personen oder Parteien zu diffamieren, weil meine Meinung da ganz klar ist: Politik in diesem Land wird von Menschen gemacht, die vom Volk und davon was es will, leider nicht viel Ahnung haben. Das betrifft aber fast alle Politiker.
Ich finde Deinen Rückblick gut, habe aber immer gesagt, über Politik und die Kirche unterhält man sich besser nicht. Da hat jeder seine eigene Meinung. Also, für die Zukunft sind diese Themen wohl tabu, obwohl ich die vorstehende Kritik doch etwas lächerlich finde. Wenn P. V. sich persönlich angegriffen fühlt, sollte er lieber das Parteibuch lesen. Ich jedenfalls habe wieder sehr geschmunzelt und freue mich auf nächste Woche.
M.
lass dir nicht vorschreiben, was tabu is und was nicht. was soll das gezeter der vorredner?! du schreibst keine wissenschaftliche abhandlung, keinen essay für ein politmagazin, sondern einen unterhaltsamen blog. und ich habe auch diesen eintrag gerne gelesen... was passiert also, wenn scheinbar emotional minderbemittelte über monetär minderbemittelte sprechen? sie erfinden neue ausdrücke, um die ach so schlimmen, allgemein verständlichen ausdrücke nicht ans volk zu bringen. es könnte sich ja jemand empören. hach, euphemismen sind doch was schönes! political correctness nennt man sowas auch im fachjargon.
bitte bitte, mach so weiter!
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mach ich halo, vielen Dank für den netten Eintrag :) M. hat übrigens nicht gezetert:) oder? Naja und Patrick? Mit dem hab ich mich schon im Forum auseinandergesetzt. Weit gekommen sind wir allerdings nicht.
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