Pennys Wochenrückblick Folge 69: Alle Daumen nach oben! Für den Krankenpflegermultimillionär!
Erinnert ihr Euch noch an meinen Bekannten? Genau! Der, der mir mit seinem Wettergequatsche den letzten Nerv geraubt hat.
Kommt der also Dienstag zu mir, der Kopf rot wie ein zorniger Feuerlöscher.
„Sonne Scheiße!“
Grundgütiger, denk ich nur und frage mich, ob ich ihm die Tür vor der Nase zuknallen soll. Ob er dann sauer ist? Nicht mehr mit mir redet? Oder ob er dann einfach weiter vor der Tür stehen bleibt und seine Schimpftirade in das gepresste Holz hustet.
„Sonne Scheiße!“…nur gedämpfter.
Aber ich kann ja so was nicht, einfach jemandem die Tür vor der Nase zuknallen. Das geht noch nicht mal bei den Zeugen Jehovas, zumindest die ersten Schritte auf dem Weg zur absoluten Erleuchtung muss man über sich ergehen lassen, um dann freundlich darauf hinzuweisen, dass die Hölle schon auf Erden sei und Erleuchtung da nicht weiterhilft.
Wenn man da einfach nur die Tür zuknallt, fühlen die Wachturm-Yuppies sich nur in ihrem Tun und Denken bestätigt und kommen in drei Wochen wieder.
Meine Hand, die die Tür festhält, zittert merklich. Denn meinem Bekannten treten mittlerweile die Augen ein bisschen aus dem Kopf. Was hat er bloß? Draußen scheint die Sonne, die Luft wird von angenehmer Temperatur begleitet.
„SONNE SCHEISSE!“
Er stürmt an mir vorbei, in die Wohnung hinein. Nun ist es zu spät. Jetzt hab ich jemanden im Wohnzimmer stehen, der mir etwas über Fäkalien erzählt, ein toller Tag.
Und Tür zuknallen, das bringt jetzt auch nichts mehr.
Ich schaue ihn fragend an, denn jegliche Provokation könnte ja auch seine Halsschlagader einfach zum Platzen bringen. Zumindest ist das mein Eindruck.
„Sonne Scheiss Zahlen!“
Ah!
Er meint nicht die Temperatur, er meint die Lottozahlen.
„Sechs Richtige hab ich!“ brüllt er, als wenn das etwas wäre, worüber man sich nicht freuen sollte.
Ich schaue ihn an, meinen Bekannten, der sich über das Wetter und sechs Richtige im Lotto aufregt, sehr fragend schaue ich ihn an, bevor ich vorsichtig einen verbalen Vorstoß in die wutwabernde Wolke seiner mir nur schwer zugänglichen Seele wage.
„Was ist denn an sechs Richtigen so schlimm?“
Warten.
Noch ein Moment.
Da! Der Verbal-Vulkan bricht aus!
„WEIL SE NICH IN EINER REIHE SIND! Sind nur zwei mal drei Richtige“
Mehr als ein knappes „Oh!“ fällt mir darauf nicht ein.
Mein Bekannter stapft über meinen Wohnzimmerteppich und krümelt ihn mit seinem Stiefelschmand voll. Als Jackpotgewinner könnte dürfte er meinen Teppich auch gerne vollreihern, aber mit zwei mal drei Richtigen...
Erst jetzt bemerke ich, dass er die zerknüllten Lottoscheine in der Hand hält und ziemlich heftig knetet.
„Hömma“, sagt er, immer noch im Höchstzustand öffentlicher Erregung, „wenn ich einfach die beiden drei Richtigen addier, is das dann nich auch wie n Sechser?“
Ich erkläre ihm kurz die Grundregeln des Lottospiels und dass ihm ein 41-jähriger Krankenpfleger aus Nordrhein Westfalen zuvorgekommen ist.
Mit einem echten Sechser.
Inklusive Superzahl.
Nun, statt es einzusehen, wechselt die Gesichtsfarbe auf „ziemlich nah an violett!“
„'N Krankenpfleger? Und er will was, sagst du?“
„Weiter arbeiten!“, zitiere ich fröhlich diverse Nachrichtenagenturen.
Mein Bekannter schmeißt den Lotto-Papier-Ball auf den Boden. Statt eines stählernen BONKs, welches er vermutlich erwartet hat, ist lediglich ein faltiges Pft zu vernehmen.
„WEITER ARBEITEN? JA GEHT’S NOCH? DEM GÖNNEN WIR ES ABER!“
Ich sage, dass er das nicht tut und dass das Schwachsinn ist. Niemand gönnt es jemandem mehr als sich selber, da kann man ruhig ehrlich sein und…
„DAS WAR NUR IRONIE!“ brüllt mein Bekannter.
„Ach so!“, sag ich.
Na ja. Ich weise ihm den Weg zur Tür. Auf der Schwelle dreht er sich noch einmal herum.
„Sonne Scheiße!“
Ich schaue ihn wieder nur fragend an.
„Das waren einfach nur Scheiß Zahlen. Hat die BILD auch geschrieben. Scheiß Zahlen waren das. Alles über 28. Eine Frechheit.“
Ich schicke ihn nach Hause, sage ihm, er soll hinfort gehen mit seinem zerknüllten Lotto-Papier-Ball und rufe ihm noch einen kleinen Monolog hinterher, dass die so genannten Scheiß-Zahlen, die am Samstag gezogen wurden mit der gleichen Wahrscheinlichkeit in den Lotto-Uterus fallen, wie jede andere Zahlenkombination auch UND dass es für jeden einzelnen Spieler Scheiß-Zahlen waren, abgesehen von unserem weiterarbeitenden Krankenpflegermultimillionär.
Endlich ist die Tür zu.
Ich habe also Zeit, über ein originelleres Rückblicksthema nachzudenken, statt einfach nur den uralten und bitteren Kaffee der letzten Woche noch mal in die literarische Mikrowelle zu stellen. Aber mir fällt partout nix in den Kopf. Schuld ist natürlich der Bekannte, der hat mich mit seinem roten Schädel um den kreativen Verstand gebracht. So sitze ich also da und hoffe einfach nur auf nächste Woche…
Kommt der also Dienstag zu mir, der Kopf rot wie ein zorniger Feuerlöscher.
„Sonne Scheiße!“
Grundgütiger, denk ich nur und frage mich, ob ich ihm die Tür vor der Nase zuknallen soll. Ob er dann sauer ist? Nicht mehr mit mir redet? Oder ob er dann einfach weiter vor der Tür stehen bleibt und seine Schimpftirade in das gepresste Holz hustet.
„Sonne Scheiße!“…nur gedämpfter.
Aber ich kann ja so was nicht, einfach jemandem die Tür vor der Nase zuknallen. Das geht noch nicht mal bei den Zeugen Jehovas, zumindest die ersten Schritte auf dem Weg zur absoluten Erleuchtung muss man über sich ergehen lassen, um dann freundlich darauf hinzuweisen, dass die Hölle schon auf Erden sei und Erleuchtung da nicht weiterhilft.
Wenn man da einfach nur die Tür zuknallt, fühlen die Wachturm-Yuppies sich nur in ihrem Tun und Denken bestätigt und kommen in drei Wochen wieder.
Meine Hand, die die Tür festhält, zittert merklich. Denn meinem Bekannten treten mittlerweile die Augen ein bisschen aus dem Kopf. Was hat er bloß? Draußen scheint die Sonne, die Luft wird von angenehmer Temperatur begleitet.
„SONNE SCHEISSE!“
Er stürmt an mir vorbei, in die Wohnung hinein. Nun ist es zu spät. Jetzt hab ich jemanden im Wohnzimmer stehen, der mir etwas über Fäkalien erzählt, ein toller Tag.
Und Tür zuknallen, das bringt jetzt auch nichts mehr.
Ich schaue ihn fragend an, denn jegliche Provokation könnte ja auch seine Halsschlagader einfach zum Platzen bringen. Zumindest ist das mein Eindruck.
„Sonne Scheiss Zahlen!“
Ah!
Er meint nicht die Temperatur, er meint die Lottozahlen.
„Sechs Richtige hab ich!“ brüllt er, als wenn das etwas wäre, worüber man sich nicht freuen sollte.
Ich schaue ihn an, meinen Bekannten, der sich über das Wetter und sechs Richtige im Lotto aufregt, sehr fragend schaue ich ihn an, bevor ich vorsichtig einen verbalen Vorstoß in die wutwabernde Wolke seiner mir nur schwer zugänglichen Seele wage.
„Was ist denn an sechs Richtigen so schlimm?“
Warten.
Noch ein Moment.
Da! Der Verbal-Vulkan bricht aus!
„WEIL SE NICH IN EINER REIHE SIND! Sind nur zwei mal drei Richtige“
Mehr als ein knappes „Oh!“ fällt mir darauf nicht ein.
Mein Bekannter stapft über meinen Wohnzimmerteppich und krümelt ihn mit seinem Stiefelschmand voll. Als Jackpotgewinner könnte dürfte er meinen Teppich auch gerne vollreihern, aber mit zwei mal drei Richtigen...
Erst jetzt bemerke ich, dass er die zerknüllten Lottoscheine in der Hand hält und ziemlich heftig knetet.
„Hömma“, sagt er, immer noch im Höchstzustand öffentlicher Erregung, „wenn ich einfach die beiden drei Richtigen addier, is das dann nich auch wie n Sechser?“
Ich erkläre ihm kurz die Grundregeln des Lottospiels und dass ihm ein 41-jähriger Krankenpfleger aus Nordrhein Westfalen zuvorgekommen ist.
Mit einem echten Sechser.
Inklusive Superzahl.
Nun, statt es einzusehen, wechselt die Gesichtsfarbe auf „ziemlich nah an violett!“
„'N Krankenpfleger? Und er will was, sagst du?“
„Weiter arbeiten!“, zitiere ich fröhlich diverse Nachrichtenagenturen.
Mein Bekannter schmeißt den Lotto-Papier-Ball auf den Boden. Statt eines stählernen BONKs, welches er vermutlich erwartet hat, ist lediglich ein faltiges Pft zu vernehmen.
„WEITER ARBEITEN? JA GEHT’S NOCH? DEM GÖNNEN WIR ES ABER!“
Ich sage, dass er das nicht tut und dass das Schwachsinn ist. Niemand gönnt es jemandem mehr als sich selber, da kann man ruhig ehrlich sein und…
„DAS WAR NUR IRONIE!“ brüllt mein Bekannter.
„Ach so!“, sag ich.
Na ja. Ich weise ihm den Weg zur Tür. Auf der Schwelle dreht er sich noch einmal herum.
„Sonne Scheiße!“
Ich schaue ihn wieder nur fragend an.
„Das waren einfach nur Scheiß Zahlen. Hat die BILD auch geschrieben. Scheiß Zahlen waren das. Alles über 28. Eine Frechheit.“
Ich schicke ihn nach Hause, sage ihm, er soll hinfort gehen mit seinem zerknüllten Lotto-Papier-Ball und rufe ihm noch einen kleinen Monolog hinterher, dass die so genannten Scheiß-Zahlen, die am Samstag gezogen wurden mit der gleichen Wahrscheinlichkeit in den Lotto-Uterus fallen, wie jede andere Zahlenkombination auch UND dass es für jeden einzelnen Spieler Scheiß-Zahlen waren, abgesehen von unserem weiterarbeitenden Krankenpflegermultimillionär.
Endlich ist die Tür zu.
Ich habe also Zeit, über ein originelleres Rückblicksthema nachzudenken, statt einfach nur den uralten und bitteren Kaffee der letzten Woche noch mal in die literarische Mikrowelle zu stellen. Aber mir fällt partout nix in den Kopf. Schuld ist natürlich der Bekannte, der hat mich mit seinem roten Schädel um den kreativen Verstand gebracht. So sitze ich also da und hoffe einfach nur auf nächste Woche…


8 Comments:
Sachma Penny ^^
is dein bekannter emo? xD
ROFL XDXDXD
Wenn es wirklich stimmen sollte, dass besagter Krankenpfleger weiter arbeiten möchte, so könnte er doch seinen Arbeitsplatz einem Arbeitslosen zur Verfügung stellen und sich selbstständig machen, sagen wir mal, ein Krankenpflegedienst wäre nicht schlecht und mit den vielen Millionen könnte er noch mehr Leute einstellen, die ja dann nicht mehr dem Steuerzahler zur Last fallen würden. Auf diese Art und Weise würde er Gutes tun und auch die Allgemeinheit hätte etwas von seinem Lottogewinn. Sollte er sich mal durch den Kopf gehen lassen. Ansonsten finde ich Deinen Wochenrückblick wie immer gut, dieses Mal nach dem Motto: In der Kürze liegt die Würze.
M.
ach ja wie immer zaubert mir dein rückblink n fettes grinsen ins gesicht !!!
das freut mich :D
es is übrigens freitag *erinner*
Leider gibt es momentan technische Schwierigkeiten mit denm Blogprogramm...es lässt sich momentan nix hochladen. Fertig ist der Rückblick aber.
Sobald alles wieder funktioniert, wird er selbstverständlich ad hoc online gestellt.
Penny
jo, jetzt isser x-mal da *lol* leider (oder zum glück) hab ich nun aber feierabend und gehe erstmal heim. ich werd aber noch lesen - wie immer halt
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