Pennys Wochenrückblick Folge 83: Wir würden nie zum FC Bayern München gehn....
FC Bayern München.
Immer wieder der FC Bayern München.
Dieser sympathische Vorortverein südlich von Hamburg, Sie wissen schon.
Bei eben jenem FC Bayern klingen die Glocken von jeher ein bisschen anders. Zunächst ist es zu Beginn einer jeden Bundesligasaison oberste Vereinspflicht, den Gewinn von Meisterschale, Championsleague-Pokal und DFB-Topf auszurufen.
Manager, Präsident, Spieler und der Busfahrer werden nicht müde, dies vor Hinz und Kunz zu betonen und es in jedes Reportermikro hineinzunuscheln, dessen Besitzer bei „Drei“ nicht aus dem Stadion geflüchtet ist.
Wir wollen Meister werden. Klar werden wir die Champions-League gewinnen, wer sonst. Der DFB Pokal, nur lästige Routine im Fußballeralltag.
So oder ähnlich klingen die Sentenzen, die da fallen und man fragt sich, warum andere Mannschaften überhaupt noch so blöd sind und den Turnbeutel schnüren, wenn es gegen die Bajuwaren geht.
Man kann doch auch als Gegner bequem daheim bleiben, das Loch in der Socke müsste endlich mal wieder gestopft werden und dann könnte man doch ob der vielen Freizeit ein Bäumchen pflanzen.
Doch gehen wir noch einen Schritt weiter: Direkt zu Saisonbeginn schicken die FIFA und der DFB einfach alle drei Titel zuzüglich Weltpokal in die bayerische Landeshauptstadt, schon mal zur Vorsicht. Sollte der recht unwahrscheinliche Fall eintreffen, dass man einen Titel am Ende der Spielzeit nicht erringt, müsste man sich natürlich darüber unterhalten, ob man diesen dann eventuell zurückschickt.
Aber nur vielleicht.
Um als Fußballverein einen derartigen Status zu erreichen, bedarf es einer gewissen Beharrlichkeit in einigen Punkten, zum Beispiel auf dem Transfermarkt.
Dort werden normalerweise Fußballvereine gern aktiv, um sich zu verstärken und den Verein nach vorne zu bringen.
Wenn also der Abwehrspieler des Grätschens nicht mehr mächtig, der Mittelfeldspieler zum Passen über drei Meter zu blöd und der Stürmer um Finden des gegnerischen Tores nicht mehr geeignet ist, dann wedelt man mit der Brieftasche und sorgt für Verstärkung.
Nicht so beim FC Bayern.
Natürlich kauft man auch hier mal den einen oder anderen Wurzelsepp ein, um den Verein spielerisch nach vorn zu bringen. Aber beim FC geht es auch darum, dass man eine schnieke und gut verdienende Ersatzbank sein Eigen nennen kann. Witzigerweise finden sich auch dort häufig frisch gekaufte Spieler von anderen Vereinen wieder, die in der Vorsaison bei ihren alten Vereinen einen schönen Eindruck in Form von Toren oder anderen spielerisch hochwertigen Attributen hinterlassen haben. Da man aber nun bei den großen Bayern ist, muss man sich an das schnelle und furiose Spiel erst gewöhnen und das am besten in aller Ruhe von draußen, gern auch mal über mehrere Spielzeiten entlang. Wichtig scheint hier bei zu sein, dass der Bankdrücker nun nicht mehr beim alten Verein seine Tore schießt und dass er dies vor allem nicht mehr gegen den FC Bayern tut.
Der Podolski Lukas ist so ein Fall und nächstes Jahr wird ein gewisser Herr Schlaudraff von den Stadionsprechern des Landes auf der Ersatzbank begrüßt werden.
Eine seltsame Vorgehensweise.
Keine Firma würde je auf die Idee kommen, erfolgreiche Mitarbeiter bei der Konkurrenz abzuwerben, nur um sie dann mit folgenden Worten zu begrüßen:
„Herzlich Willkommen bei uns, Herr Müller-Lüdenscheid. Dies ist unser Pausenraum und da setzen sie sich jetzt erst mal hin. Den ganzen Tag. Und ja, auch den Rest der Woche.“
Doch der FCB, der kann so was, der darf so was, der wird ja auch von Uli Hoeness geleitet.
Der macht neben dem FC Bayern auch in Weißwurst und gilt als Powerökonom im Stoiber-Staat. Der Uli hat mit seiner feinen Geldnase schon vor Äonen dafür gesorgt, dass der FC Bayern immer schön in die Festgeldabteilung schlendert, während andere Vereine ja immer in die Kreditabteilung hechten müssen. Auch das wird er nicht müde zu erwähnen
Außerdem sitzt der Uli bei jedem Spiel mit auf der Trainerbank, auch so ein Unikum, nur im Süden üblich, nur bei den Bayern. Dass dort nicht auch noch Beckenbauer, Rummenigge nebst Anhang und die drei Schwippschwager vom ältesten Platzwart mit auf der Bank sitzen liegt lediglich daran, dass die Länge für die Trainerbank seitens der FIFA auf ein gewisses Maß reduziert ist. Dort sitzt Uli Hoeness dann und kennt nur zwei Gemütszustände auf seiner Bank. Entweder er lacht wie ein kleines Kind, grinst rot über alle Wangen, wenn seine Bayern gewinnen oder aber er zürnt und zornt herum, zeigt bedeutend auf den Platz – Da! Da! Da! – und regt sich auf, bis die Wurstpelle platzt.
Meiner Meinung nach sitzt der Uli ja nur deswegen auf der Bank, damit der Trainer nicht wegläuft. Denn als Trainer des FC Bayern muss man vor allem eines besitzen: starke Nerven. Man kann mit dem FC Bayern erfolgreiche Jahre voller Titelgewinne haben, wo sie einem in anderen Städten polierte Denkmäler auf den Rathausplatz bauen, schmeißen sie einen beim FC Bayern auf die Strasse. So geschehen mit Ottmar Hitzfeld, der ja acht Titel für Uli Hoeness und sein Ego einsammeln und dann gehen durfte, nachdem man eine Saison mal nicht so erfolgreich war. Dafür kann dann Felix Magath der alte Hund, der wurde wie alle anderen auch in eine Lederhose reingeschossen und umher gezeigt, schaut mal hier, das ist jetzt unser harte Hund, der den Spielern zeigt wo es lang geht.
Leider holte man in der letzten Saison lediglich das Double bestehend aus Meisterschale und DFB Pokale und ließ internationale Aufmerksamkeit vermissen. Und da man in dieser Saison nur auf Platz vier zur Winterpause lag und gerade mal gegen Real Madrid in der Championsleague spielt, die ja nun auch nicht mehr so dolle sind, war es mal wieder Zeit für einen ordentlichen Trainerwechsel. Dass man den harten Hund durch den einstmals verjagten Hitzfeld ersetzte, passt doch da perfekt ins lustige Bild und auch dass man das erste Spiel recht deutlich gegen Nürnberg verlor.
Wie man das aber jetzt macht mit dem Zurückschicken der Titel, das muss noch geklärt werden. Vielleicht kann man sie ja als Pfand für die nächste Saison behalten.
Da gewinnt man doch sowieso wieder alles.
Falls nicht, hätte ich da eine Idee:
Einfach schon mehrere geklonte Ersatztrainer auf der Tribüne platzieren, die nach verschossenen Elfern direkt den erfolglosen Trainer noch während des Spiels ablösen können.
Man muss auch mal konsequent sein.
Immer wieder der FC Bayern München.
Dieser sympathische Vorortverein südlich von Hamburg, Sie wissen schon.
Bei eben jenem FC Bayern klingen die Glocken von jeher ein bisschen anders. Zunächst ist es zu Beginn einer jeden Bundesligasaison oberste Vereinspflicht, den Gewinn von Meisterschale, Championsleague-Pokal und DFB-Topf auszurufen.
Manager, Präsident, Spieler und der Busfahrer werden nicht müde, dies vor Hinz und Kunz zu betonen und es in jedes Reportermikro hineinzunuscheln, dessen Besitzer bei „Drei“ nicht aus dem Stadion geflüchtet ist.
Wir wollen Meister werden. Klar werden wir die Champions-League gewinnen, wer sonst. Der DFB Pokal, nur lästige Routine im Fußballeralltag.
So oder ähnlich klingen die Sentenzen, die da fallen und man fragt sich, warum andere Mannschaften überhaupt noch so blöd sind und den Turnbeutel schnüren, wenn es gegen die Bajuwaren geht.
Man kann doch auch als Gegner bequem daheim bleiben, das Loch in der Socke müsste endlich mal wieder gestopft werden und dann könnte man doch ob der vielen Freizeit ein Bäumchen pflanzen.
Doch gehen wir noch einen Schritt weiter: Direkt zu Saisonbeginn schicken die FIFA und der DFB einfach alle drei Titel zuzüglich Weltpokal in die bayerische Landeshauptstadt, schon mal zur Vorsicht. Sollte der recht unwahrscheinliche Fall eintreffen, dass man einen Titel am Ende der Spielzeit nicht erringt, müsste man sich natürlich darüber unterhalten, ob man diesen dann eventuell zurückschickt.
Aber nur vielleicht.
Um als Fußballverein einen derartigen Status zu erreichen, bedarf es einer gewissen Beharrlichkeit in einigen Punkten, zum Beispiel auf dem Transfermarkt.
Dort werden normalerweise Fußballvereine gern aktiv, um sich zu verstärken und den Verein nach vorne zu bringen.
Wenn also der Abwehrspieler des Grätschens nicht mehr mächtig, der Mittelfeldspieler zum Passen über drei Meter zu blöd und der Stürmer um Finden des gegnerischen Tores nicht mehr geeignet ist, dann wedelt man mit der Brieftasche und sorgt für Verstärkung.
Nicht so beim FC Bayern.
Natürlich kauft man auch hier mal den einen oder anderen Wurzelsepp ein, um den Verein spielerisch nach vorn zu bringen. Aber beim FC geht es auch darum, dass man eine schnieke und gut verdienende Ersatzbank sein Eigen nennen kann. Witzigerweise finden sich auch dort häufig frisch gekaufte Spieler von anderen Vereinen wieder, die in der Vorsaison bei ihren alten Vereinen einen schönen Eindruck in Form von Toren oder anderen spielerisch hochwertigen Attributen hinterlassen haben. Da man aber nun bei den großen Bayern ist, muss man sich an das schnelle und furiose Spiel erst gewöhnen und das am besten in aller Ruhe von draußen, gern auch mal über mehrere Spielzeiten entlang. Wichtig scheint hier bei zu sein, dass der Bankdrücker nun nicht mehr beim alten Verein seine Tore schießt und dass er dies vor allem nicht mehr gegen den FC Bayern tut.
Der Podolski Lukas ist so ein Fall und nächstes Jahr wird ein gewisser Herr Schlaudraff von den Stadionsprechern des Landes auf der Ersatzbank begrüßt werden.
Eine seltsame Vorgehensweise.
Keine Firma würde je auf die Idee kommen, erfolgreiche Mitarbeiter bei der Konkurrenz abzuwerben, nur um sie dann mit folgenden Worten zu begrüßen:
„Herzlich Willkommen bei uns, Herr Müller-Lüdenscheid. Dies ist unser Pausenraum und da setzen sie sich jetzt erst mal hin. Den ganzen Tag. Und ja, auch den Rest der Woche.“
Doch der FCB, der kann so was, der darf so was, der wird ja auch von Uli Hoeness geleitet.
Der macht neben dem FC Bayern auch in Weißwurst und gilt als Powerökonom im Stoiber-Staat. Der Uli hat mit seiner feinen Geldnase schon vor Äonen dafür gesorgt, dass der FC Bayern immer schön in die Festgeldabteilung schlendert, während andere Vereine ja immer in die Kreditabteilung hechten müssen. Auch das wird er nicht müde zu erwähnen
Außerdem sitzt der Uli bei jedem Spiel mit auf der Trainerbank, auch so ein Unikum, nur im Süden üblich, nur bei den Bayern. Dass dort nicht auch noch Beckenbauer, Rummenigge nebst Anhang und die drei Schwippschwager vom ältesten Platzwart mit auf der Bank sitzen liegt lediglich daran, dass die Länge für die Trainerbank seitens der FIFA auf ein gewisses Maß reduziert ist. Dort sitzt Uli Hoeness dann und kennt nur zwei Gemütszustände auf seiner Bank. Entweder er lacht wie ein kleines Kind, grinst rot über alle Wangen, wenn seine Bayern gewinnen oder aber er zürnt und zornt herum, zeigt bedeutend auf den Platz – Da! Da! Da! – und regt sich auf, bis die Wurstpelle platzt.
Meiner Meinung nach sitzt der Uli ja nur deswegen auf der Bank, damit der Trainer nicht wegläuft. Denn als Trainer des FC Bayern muss man vor allem eines besitzen: starke Nerven. Man kann mit dem FC Bayern erfolgreiche Jahre voller Titelgewinne haben, wo sie einem in anderen Städten polierte Denkmäler auf den Rathausplatz bauen, schmeißen sie einen beim FC Bayern auf die Strasse. So geschehen mit Ottmar Hitzfeld, der ja acht Titel für Uli Hoeness und sein Ego einsammeln und dann gehen durfte, nachdem man eine Saison mal nicht so erfolgreich war. Dafür kann dann Felix Magath der alte Hund, der wurde wie alle anderen auch in eine Lederhose reingeschossen und umher gezeigt, schaut mal hier, das ist jetzt unser harte Hund, der den Spielern zeigt wo es lang geht.
Leider holte man in der letzten Saison lediglich das Double bestehend aus Meisterschale und DFB Pokale und ließ internationale Aufmerksamkeit vermissen. Und da man in dieser Saison nur auf Platz vier zur Winterpause lag und gerade mal gegen Real Madrid in der Championsleague spielt, die ja nun auch nicht mehr so dolle sind, war es mal wieder Zeit für einen ordentlichen Trainerwechsel. Dass man den harten Hund durch den einstmals verjagten Hitzfeld ersetzte, passt doch da perfekt ins lustige Bild und auch dass man das erste Spiel recht deutlich gegen Nürnberg verlor.
Wie man das aber jetzt macht mit dem Zurückschicken der Titel, das muss noch geklärt werden. Vielleicht kann man sie ja als Pfand für die nächste Saison behalten.
Da gewinnt man doch sowieso wieder alles.
Falls nicht, hätte ich da eine Idee:
Einfach schon mehrere geklonte Ersatztrainer auf der Tribüne platzieren, die nach verschossenen Elfern direkt den erfolglosen Trainer noch während des Spiels ablösen können.
Man muss auch mal konsequent sein.


11 Comments:
toll...
die bisherigen Rückblicke waren ganz gut, aber dieser hier ist einfach nur schlecht.
Warum?
1.Nur ein Thema-Das ist zu wenig.Flechte ein weiteres ein,dann liest es sich abwechslungsreicher
2.Gegen die Bayernzu hetzten ist guter Ton und so wie du es verfasst hast klingt es als wären die guten Ideen schon alle weg, zusammen mit den weniger guten einen zu trinken.....
Mach ne Pause von 3.4 Wochen und fang mit neuer Energie wieder an
MFG
Schade, ich fand's auch nicht spritzig und abwechslungsreich wie sonst immer. Bisher hast du immer nett Aktuelles analysiert - aber eine Aneinanderreihung von Bayern-Spötteleien ist leider nicht originell.
Sieht ganz so aus als hätten wir hier ein paar rote Schönwetter-Fans aka "Bayern-Fans" erwischt, die Spott gegen ihren Verein nicht verkraften....
Thanks for article!
Thanks for interesting article.
Glad to read articles like this. Thanks to author!
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Hello! Interesting article, thanks to author!
das ist einfach nur schwach und viel zu einfach. nicht lustig, nicht ansprechend und nicht originell - schade
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