Pennys Wochenrückblick Folge 37: die Katze sitzt auf der Matratze…TÄÄTÄÄÄÄÄ-TÄÄTÄÄÄÄ!!!
Karneval ist ja recht lustig.
Und besonders Weiberfastnacht.
Laut einer nicht veröffentlichten Studie ist Weiberfastnacht der einzige Tag im Jahr, an dem es Frauen gefahrlos gestattet ist, einen Zylinder zu tragen.
Aber wirklich nur da.
Entdecken entzündete Augen in der närrischen Zeit eine Lady mit Zylinder, denkt man:
„Aha! Karneval!“
An jedem anderen Tag des Jahres erschrickt man ein bisschen und denkt:
„Aha! Tag der offenen Tür in der Forensik!“
Karneval an sich ist sowieso ein Fest voller Missverständnisse. Wie kann man sich nur vornehmen, dieses eine mal im Jahr schrecklich lustig und ausgelassen zu sein und sich dann das Gesicht mit Schminke zukleistern?
Passt ja irgendwie nicht so zusammen.
Nun ist ja Karneval nicht gleich Karneval, in Brasilien schminken sich die wenigsten und dafür scheint man dort umso fröhlicher zu sein, was aber an der tendenziell höheren Ausgelassenheit der Südländer, dem besseren Wetter und jeder Menge nackter Hintern liegen könnte, doch das ist jetzt reine Spekulation.
In Dschörmänni meint ein mancher ja schon, dass er zum illustren Kreis fröhlicher und neckischer Gestalten gehört, wenn er sich als Vampir verkleidet an der Theke einen Blutorangensaft bestellt.
Hat sich mal jemand länger als drei Sekunden mit Karnevals-Vampiren beschäftigt?
Die mit rotem Filzstift aufgetragene Blutspur am Mundwinkel ist ja schon einen herzhaften Lacher wert, aber es kommen noch Bauchkrämpfe dazu, wenn er einen dieser lustigen Dreizack-Nahkampfwaffen mit sich trägt.
Pieksen die den Frauen damit in den Po?
Ich hoffe nicht.
Meine geschichtlichen Kenntnisse reichen leider nicht für eine Beurteilung in der Richtung aus, ob Dracula jemals einen Dreizack trug, aber ich bin mir relativ sicher, dass er nicht aus Plastik war und nen Hunderter würd ich ungesehen darauf wetten, dass der echte Dracula nie – aber auch wirklich niemals – blinkende Teufelshörner auf dem Kopf hatte.
So nach dem Motto „huhu, Opfer, hier bin ich, lauft schnell weg!“
Auf Karnevalspartys (und auch auf anderen Feierlichkeiten) kommt es garantiert irgendwann zum Song aus dem Film Dirty Dancing „Time of my life“!
Das Gequieke und das Geschrei bei den ersten Akkorden dieses Stückes ist jetzt nicht so schlimm, richtig gefährlich wird es erst, wenn – und das passiert bei mindestens einem Pärchen pro Party – zwei nicht mehr ganz nüchterne Gesellen versuchen den Patrick-Swayze-fängt-seine-Tanzpartnerin-
im-Fluß-und-hält-sie-waagrecht-in-der-Luft-Tanz zu imitieren. Was die meisten an dieser Stelle aufgrund einiger Promille schon vergessen haben ist, dass die Tanzfläche kein Gewässer ist, ein Aufprall mit der Front-Visage also keineswegs romantisch-erotisch daherkommt, sondern eher ein Tatüü-Tataaa und den Abbruch der Karnevalsparty zur Folge haben könnte.
Nur an dieser Stelle hat der Zylinder auf einem Frauenkopf einen nützlichen weil aufpralldämpfenden Nutzen.
Interessant ist auch das Nachspiel so mancher Jeckenveranstaltung, welches man sich bei RTL Explosiv auszustrahlen genötigt sah. Denn – und das wird den einen oder anderen überraschen – an Karneval kommt es zu so manch geschlechtlicher Vereinigung und wenn beide so richtig Knülle sind, dann kann es auch schon mal passieren, dass so ein Verhüterli reißt. Da ist die Karnevalsstimmung vorbei, bevor jemand auch nur ein Streichholz an den Nubbel gehalten hat.
Das ist genau der Moment, auf den man als Frau gewartet hat, schliesslich wollte man schon immer mal die Pille „für danach“ verschrieben bekommen und als wenn das noch nicht genug wäre, läßt man auch gleich die Karnevalsperücke auf und sich von RTL die Stimme verzerren.
Das ist etwas, was ich nie begreifen werde:
Rita (die nicht Rita heisst) hockt sich hin, mit Perücke, Sonnenbrille und tiefer Stimme und erzählt von ihrem nächtlichen Fauxpas und hofft allen Ernstes, nicht erkannt zu werden.
Es kann eigentlich nur 2 Zuschauerreaktionen auf so ein Verkleidungskunststück geben, die eine ist die häufigere und sieht so aus, dass kein Mensch Rita (die nicht Rita heisst) erkennt, weil sie nicht wissen wie Rita (die nicht Rita heisst) in echt aussieht und die andere – weit seltenere – Reaktion betrifft Ritas (na ihr wisst schon) Bekannten und Familienkreis und äussert sich so:
„Das ist doch die Edeltraut…klar, ich erkenn sie an der dicken Nase…hat sie Probleme mit ihren Stimmbändern?“
Wer also wirklich im Fernsehen unerkannt bleiben möchte, der setze sich hinter eine schwarze Wand und basta.
Wer jetzt meint, dass nur Frauen an Karneval Probleme haben, der irrt gewaltig. Auch das vermeintlich starke Geschlecht wacht Faschingsdienstag irgendwann gegen Nachmittag auf und denkt:
Herrje, was für eine verrückte Nacht. Und dann dieser bekloppte Typ im Clownskostüm, der war die Härte. Tanzt auf nem Holztisch herum und merkt kurze Zeit später, dass er viel zu schwer dafür ist, haha. Und als wenn der kaputte Tisch nicht peinlich genug wäre, reihert er einer netten Frau direkt in den Ausschnitt, die ihm daraufhin so dermaßen eine scheuert, dass es ne halbe Stunde dauert, bis er seinen nächsten Drink bestellen kann. So ein Trottel.
Tja die Erkenntnis kommt dann entweder nach dem dritten Kaffee oder schon vorher, wenn man in der Diele ein vollgekotztes Clownskostüm findet.
Natürlich: eine Jeckenfeier ohne Alkohol und Frauenzylinder macht auch nicht viel Sinn.
Auf so einer Feier würden die Leute in ihren Pullovern in der Ecke stehen, an der Fanta nippen und zwischendurch nur „Bamboocha“ schreien.
Bei „Time of my life“ würde man sofort Geschlechtertrennung betreiben um die Verletzungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren und der Austausch von Körperflüssigkeiten? Um Himmels willen, nicht in Zeiten der Vogelgrippe.
Auf so einer kleinen Spießerparty steht auch im Endeffekt kein richtiger DJ sondern höchstens ein Kerl mit ner Tuba.
„So und jetzt die Fanfareversion von Viva Colonia, macht alle mit!“
Dieser ganze Unfug ist aber am Aschermittwoch mit der Nubbelverbrennung wieder vorbei und zum Glück hat man diese Grenze gezogen. Sonst kann’s passieren, dass die Leute auf einmal vergessen, dass es sich ausgenarrt hat und am kommenden Wochenende ist dann wieder Karneval und die Menschen rennen freiwillig mit übergroßen grotesken Brillen und falschen Schnurrbärten durch die Weltgeschichte.
Alljährlich rituell laufen auch die Fernsehberichte über den eben bereits erwähnten Karneval in Rio über die Bildschirme, ganz so, als wenn ein jeder sich wünschte dort zu sein und nicht in Kölle, wo man sich bei ein Grad minus von einem dilettantisch zusammengebastelten
Festwagen aus Pappmache mit Kamellen bewerfen lassen muss.
Die nagenden und zweifelnden Fragen sind dann immer dieselben:
„Spann ich den Schirm jetzt richtig auf, damit ich nicht nass werde oder doch lieber umgekehrt für die Bonbons?“
Helau Gehirnerschütterung, wer keinen Schirm dabei hat.
Noch nicht ganz geklärt ist, warum überhaupt einige Regionen den Karneval buntgeschminkt begehen, während in anderen Bundesländern nicht mal ne Kuh verkleidet wird.
Da quillt das Klischee wieder an der Oberfläche, platzt auf und versucht uns mitzuteilen, dass die Menschlein am Rhein einfach viel unbekümmerter sind, während beispielsweise die nordlichternen Hamburger allesamt ein bisschen zu unterkühlt daherkommen.
Humbug! Urlaub an der Nord- und der Ostsee habe ich schon häufig gemacht und ich bin dort fröhlichen und netten Menschen begegnet, die mir keineswegs gefrostet schienen.
Nun, vielleicht können wir ja den Karneval nächstes Jahr in Hamburg und Bayern einführen.
Ich seh sie schon vor mir, betrunkene Horden von Neo-Karnevalisten, die vollkommen taumelnd auf die an der Theke wartenden Frauen zustolpern, um den ultimativsten aller Anmachsprüche zu platzieren:
„D`s…is…abba n schöna…Sü…Si….Tsülinda! Hicks! Wolln wa tanzn?”
Und besonders Weiberfastnacht.
Laut einer nicht veröffentlichten Studie ist Weiberfastnacht der einzige Tag im Jahr, an dem es Frauen gefahrlos gestattet ist, einen Zylinder zu tragen.
Aber wirklich nur da.
Entdecken entzündete Augen in der närrischen Zeit eine Lady mit Zylinder, denkt man:
„Aha! Karneval!“
An jedem anderen Tag des Jahres erschrickt man ein bisschen und denkt:
„Aha! Tag der offenen Tür in der Forensik!“
Karneval an sich ist sowieso ein Fest voller Missverständnisse. Wie kann man sich nur vornehmen, dieses eine mal im Jahr schrecklich lustig und ausgelassen zu sein und sich dann das Gesicht mit Schminke zukleistern?
Passt ja irgendwie nicht so zusammen.
Nun ist ja Karneval nicht gleich Karneval, in Brasilien schminken sich die wenigsten und dafür scheint man dort umso fröhlicher zu sein, was aber an der tendenziell höheren Ausgelassenheit der Südländer, dem besseren Wetter und jeder Menge nackter Hintern liegen könnte, doch das ist jetzt reine Spekulation.
In Dschörmänni meint ein mancher ja schon, dass er zum illustren Kreis fröhlicher und neckischer Gestalten gehört, wenn er sich als Vampir verkleidet an der Theke einen Blutorangensaft bestellt.
Hat sich mal jemand länger als drei Sekunden mit Karnevals-Vampiren beschäftigt?
Die mit rotem Filzstift aufgetragene Blutspur am Mundwinkel ist ja schon einen herzhaften Lacher wert, aber es kommen noch Bauchkrämpfe dazu, wenn er einen dieser lustigen Dreizack-Nahkampfwaffen mit sich trägt.
Pieksen die den Frauen damit in den Po?
Ich hoffe nicht.
Meine geschichtlichen Kenntnisse reichen leider nicht für eine Beurteilung in der Richtung aus, ob Dracula jemals einen Dreizack trug, aber ich bin mir relativ sicher, dass er nicht aus Plastik war und nen Hunderter würd ich ungesehen darauf wetten, dass der echte Dracula nie – aber auch wirklich niemals – blinkende Teufelshörner auf dem Kopf hatte.
So nach dem Motto „huhu, Opfer, hier bin ich, lauft schnell weg!“
Auf Karnevalspartys (und auch auf anderen Feierlichkeiten) kommt es garantiert irgendwann zum Song aus dem Film Dirty Dancing „Time of my life“!
Das Gequieke und das Geschrei bei den ersten Akkorden dieses Stückes ist jetzt nicht so schlimm, richtig gefährlich wird es erst, wenn – und das passiert bei mindestens einem Pärchen pro Party – zwei nicht mehr ganz nüchterne Gesellen versuchen den Patrick-Swayze-fängt-seine-Tanzpartnerin-
im-Fluß-und-hält-sie-waagrecht-in-der-Luft-Tanz zu imitieren. Was die meisten an dieser Stelle aufgrund einiger Promille schon vergessen haben ist, dass die Tanzfläche kein Gewässer ist, ein Aufprall mit der Front-Visage also keineswegs romantisch-erotisch daherkommt, sondern eher ein Tatüü-Tataaa und den Abbruch der Karnevalsparty zur Folge haben könnte.
Nur an dieser Stelle hat der Zylinder auf einem Frauenkopf einen nützlichen weil aufpralldämpfenden Nutzen.
Interessant ist auch das Nachspiel so mancher Jeckenveranstaltung, welches man sich bei RTL Explosiv auszustrahlen genötigt sah. Denn – und das wird den einen oder anderen überraschen – an Karneval kommt es zu so manch geschlechtlicher Vereinigung und wenn beide so richtig Knülle sind, dann kann es auch schon mal passieren, dass so ein Verhüterli reißt. Da ist die Karnevalsstimmung vorbei, bevor jemand auch nur ein Streichholz an den Nubbel gehalten hat.
Das ist genau der Moment, auf den man als Frau gewartet hat, schliesslich wollte man schon immer mal die Pille „für danach“ verschrieben bekommen und als wenn das noch nicht genug wäre, läßt man auch gleich die Karnevalsperücke auf und sich von RTL die Stimme verzerren.
Das ist etwas, was ich nie begreifen werde:
Rita (die nicht Rita heisst) hockt sich hin, mit Perücke, Sonnenbrille und tiefer Stimme und erzählt von ihrem nächtlichen Fauxpas und hofft allen Ernstes, nicht erkannt zu werden.
Es kann eigentlich nur 2 Zuschauerreaktionen auf so ein Verkleidungskunststück geben, die eine ist die häufigere und sieht so aus, dass kein Mensch Rita (die nicht Rita heisst) erkennt, weil sie nicht wissen wie Rita (die nicht Rita heisst) in echt aussieht und die andere – weit seltenere – Reaktion betrifft Ritas (na ihr wisst schon) Bekannten und Familienkreis und äussert sich so:
„Das ist doch die Edeltraut…klar, ich erkenn sie an der dicken Nase…hat sie Probleme mit ihren Stimmbändern?“
Wer also wirklich im Fernsehen unerkannt bleiben möchte, der setze sich hinter eine schwarze Wand und basta.
Wer jetzt meint, dass nur Frauen an Karneval Probleme haben, der irrt gewaltig. Auch das vermeintlich starke Geschlecht wacht Faschingsdienstag irgendwann gegen Nachmittag auf und denkt:
Herrje, was für eine verrückte Nacht. Und dann dieser bekloppte Typ im Clownskostüm, der war die Härte. Tanzt auf nem Holztisch herum und merkt kurze Zeit später, dass er viel zu schwer dafür ist, haha. Und als wenn der kaputte Tisch nicht peinlich genug wäre, reihert er einer netten Frau direkt in den Ausschnitt, die ihm daraufhin so dermaßen eine scheuert, dass es ne halbe Stunde dauert, bis er seinen nächsten Drink bestellen kann. So ein Trottel.
Tja die Erkenntnis kommt dann entweder nach dem dritten Kaffee oder schon vorher, wenn man in der Diele ein vollgekotztes Clownskostüm findet.
Natürlich: eine Jeckenfeier ohne Alkohol und Frauenzylinder macht auch nicht viel Sinn.
Auf so einer Feier würden die Leute in ihren Pullovern in der Ecke stehen, an der Fanta nippen und zwischendurch nur „Bamboocha“ schreien.
Bei „Time of my life“ würde man sofort Geschlechtertrennung betreiben um die Verletzungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren und der Austausch von Körperflüssigkeiten? Um Himmels willen, nicht in Zeiten der Vogelgrippe.
Auf so einer kleinen Spießerparty steht auch im Endeffekt kein richtiger DJ sondern höchstens ein Kerl mit ner Tuba.
„So und jetzt die Fanfareversion von Viva Colonia, macht alle mit!“
Dieser ganze Unfug ist aber am Aschermittwoch mit der Nubbelverbrennung wieder vorbei und zum Glück hat man diese Grenze gezogen. Sonst kann’s passieren, dass die Leute auf einmal vergessen, dass es sich ausgenarrt hat und am kommenden Wochenende ist dann wieder Karneval und die Menschen rennen freiwillig mit übergroßen grotesken Brillen und falschen Schnurrbärten durch die Weltgeschichte.
Alljährlich rituell laufen auch die Fernsehberichte über den eben bereits erwähnten Karneval in Rio über die Bildschirme, ganz so, als wenn ein jeder sich wünschte dort zu sein und nicht in Kölle, wo man sich bei ein Grad minus von einem dilettantisch zusammengebastelten
Festwagen aus Pappmache mit Kamellen bewerfen lassen muss.
Die nagenden und zweifelnden Fragen sind dann immer dieselben:
„Spann ich den Schirm jetzt richtig auf, damit ich nicht nass werde oder doch lieber umgekehrt für die Bonbons?“
Helau Gehirnerschütterung, wer keinen Schirm dabei hat.
Noch nicht ganz geklärt ist, warum überhaupt einige Regionen den Karneval buntgeschminkt begehen, während in anderen Bundesländern nicht mal ne Kuh verkleidet wird.
Da quillt das Klischee wieder an der Oberfläche, platzt auf und versucht uns mitzuteilen, dass die Menschlein am Rhein einfach viel unbekümmerter sind, während beispielsweise die nordlichternen Hamburger allesamt ein bisschen zu unterkühlt daherkommen.
Humbug! Urlaub an der Nord- und der Ostsee habe ich schon häufig gemacht und ich bin dort fröhlichen und netten Menschen begegnet, die mir keineswegs gefrostet schienen.
Nun, vielleicht können wir ja den Karneval nächstes Jahr in Hamburg und Bayern einführen.
Ich seh sie schon vor mir, betrunkene Horden von Neo-Karnevalisten, die vollkommen taumelnd auf die an der Theke wartenden Frauen zustolpern, um den ultimativsten aller Anmachsprüche zu platzieren:
„D`s…is…abba n schöna…Sü…Si….Tsülinda! Hicks! Wolln wa tanzn?”


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