Pennys Wochenrückblick Folge 38: der Ball ist platt und die WM dauert neunzig Minuten!
Circa 50 Millionen Bundestrainer wissen im Moment ganz genau wo der Fußball hängt:
Nicht in Klinsifornien.
Man war sich ja schon vor einigen Monaten voll und ganz darüber im Klaren, dass der Import-Turnvater aus Übersee das sonnige Los Angelos der depressiven Winterlandschaft Deutschlands vorziehen würde.
Doch erst jetzt, wo die WM sich fast die eiligen Schuhe auf der Fußmatte der Nation abputzt und an der Türglocke zur Präsenz fröhlich bimmelt, ist das Gekreische groß und landauf / landab fragt sich ein jeder:
Werden wir jetzt etwa doch nicht Fußballweltmeister?
Vorausgegangen war eine klasse Leistung unserer Elf beim 1:4 gegen Italien.
Dort mühten sich in aller Redlichkeit Abwehrspieler wie Robert Huth, die in ihren Vereinen jede Menge Erfahrung im Spezialbereich „Dauersitzen“ auf der Ersatzbank oder auch alternativ zwecks besserer Übersicht auf der Tribüne sammeln konnten, eine dicke Vase Understatement zu töpfern frei nach dem Motto: Jeder kann uns schlagen, wir sind harmloser als ein Schwarm Mücken ohne Saugrüssel.
Phantom Klinsmann trat nach dem Spiel grinsend die Flucht nach vorn an, wobei „vorn“ hier den Flughafen darstellt, von dem der Bundestrainer wieder in seine Wahlheimat abrauschte.
Zu blöd, dass die Welt-Fußballer-Elite sich dann Mitte der Woche zu einem Workshop traf, um allerlei Trainergemurmel auszutauschen, nur ein ganz pessimistischer Mensch würde da vermuten, dass Klinsi in der Luft dem brasilianischen Trainer lächelnd zugewunken hat.
Die Expertenrunde fand also in lauschiger Kaminatmosphäre auf jeden Fall ohne Kuschel-Klinsi statt.
Dies rief dann sogleich den Kaiser auf den Plan, wieder ein wenig herumzugranteln, denn wie wir wissen, sinkt der Endorphingehalt von Franz Beckenbauer auf Endorphin-Niveau, wenn er nicht einmal im Monat richtig herumgranteln kann.
Grantel, Grantel, grantelte es da, der Gastgeber hat gefälligst auf der Party zu ein, sonst macht das doch alles keinen Sinn.
Doch der sonnenverwöhnte Jürgen ließ sich adäquat vertreten von seinen 2 Musketieren Jogi Löw (Mit de grosse Hond saiche welle aber dr Schengll net nuffbrenge)
und Oliver Bierhoff (meine Haare sind schon weltmeisterlich), doch befriedigt hat das wohl niemanden so Recht.
Stattdessen wurde wohl ein großartiger Racheplan besprochen, denn zufälligerweise war diese Woche ja auch Champions-League in der Werder Bremen und Bayern München auf italienische Vereine trafen, dort konnte die nationale Schmach auf Klubebene wieder ausgewetzt werden, auch wenn nur wenige Nationalspieler in den vier Mannschaften vertreten waren.
Es hätte auch eine (halbe) Rache werden können, Werder spielte auf Ausgleich und wäre eigentlich eine Runde weiter und drei Millionen Euro reicher geworden, als in der 88. Minute Frau Wiese eine Flanke schnappte und in der Luft plötzlich zu der Erkenntnis kam, dass sie von Klinsmann gar nicht als Nationaltorhüterin im Gespräch war….und dass wo diese Woche Weltfrauentag war...da kam dann das zickige in Frau Wiese durch und sie dachte sich:“Ne, kein Bock mehr…den Ball schmeiss ich jetzt weg!“
Und Oliver Kahn? Der hatte nach der Niederlage gegen Hamburg am letzten Wochenende das untrügliche Gefühl, dass man Mailand schlagen und mit breiter Brust ins Viertelfinale einziehen würde.
Nun, wir wissen nicht genau, was Olli wirklich fühlte, auf jeden Fall schickten die Milanesen die Bayern mit demselben Ergebnis nach Haus, wie die Italiener die Deutschen im Länderspiel.
Jetzt sind es also noch knapp 90 Tage bis zum Großereignis und jeder Stochastik-Laie wird mir nun zustimmend Beifall klatschen, wenn ich behaupte, dass es zwei Möglichkeiten gibt:
Entweder wir werden Weltmeister…oder wir werden es nicht (nebenbei bemerkt, mein damaliger Mathelehrer veranschaulichte mir das Leben und die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit dem grandiosen Huhn-Beispiel. Entweder das Huhn geht in die Kammer mit dem Futter oder das Huhn lässt es bleiben! Unglaublich oder? Übertroffen wurde diese weltumspannende Erkenntnis nur noch von der ebenfalls nicht zu verachtenden Aussage meines Religionspaukers: Wir müssen alle irgendwann sterben! Wo wäre ich heute bloss ohne diese Weisheiten?)
Jetzt wollen ja alle wissen, wie es weitergeht, aus diesem Grund hab ich mal die Glaskugel aus dem Keller geholt, reingeäugt (natürlich stilecht bei mysteriöser Hintergrundmusik, mit einem mit Runen beschrifteten Kopftuch bekleidet und ein Rabe saß auf meiner Schulter, der mir auf die Schulter gekackt hat…hoffentlich hatte der keinen Schnupfen) und folgende Szenarien herausgefiltert:
Deutschland wird NICHT Fußballweltmeister (vollkommen ausgeschlossen, undenkbar, der absolute Ausnahmefall, höchstens in einem Paralleluniversum denkbar, wo nicht Jürgen Klinsmann, sondern Stefan Raab unsere Mannschaft trainiert)
Von großer Euphorie begleitet beginnt die Fußballweltmeisterschaft, kurz zuvor holt Jürgen Klinsmann sich noch Beistand von Alice Schwarzer und damit den 87. Berater in Sachen Nationalmannschaft ins Boot. Auf sämtlichen öffentlichen Plätzen und in allen Stadien peitschen die Jungs unsere Mannschaft nach vorn.
Würgen Grinsmann steht mit seinen 87 Beratern an der Seitenlinie (die dafür extra erweitert wurde), lacht bei jedem Gegentor auf und ballt die Faust als Zeichen für ungebändigten Optimismus. Denn zur Überraschung aller gelingt es der Nationalmannschaft, immer ein Tor mehr zu schießen als unser Gegner.
Schon schallt es um die Welt bis hinter den letzten Busch, Deutschland ist wieder Wer, die guten alten Tugenden wie Fleiss (rennen, rennen, rennen), Pünktlichkeit (bei Anpfiff sind alle auf dem Platz), Herzblut (nur bei extrem brutalen Fouls) und Disziplin (aye, aye Jürgen) rücken in den Mittelpunkt globaler Betrachtung.
Mit einem ulkigen Torverhältnis von 37:32 Toren überstehen wir die Vorrunde und Klinsmann redet bei den Pressekonferenzen schon gar nicht mehr vom WM Titel, sondern plant schon den EM-Pokal in 2 Jahren ein. Optimismus pur.
Ganz Deutschland flippt völlig aus, rennt in die Innenstädte um die Fußball-Souvenirs aus den Kaufhäusern zu befreien und rettet damit den deutschen Einzelhandel aus seiner Krise.
Deutschland schlägt schließlich Holland im Halbfinale und hätte auch im Endeffekt dort gegen Brasilien gespielt, wenn Goleo-Maskottchen Heiner Grünwald nicht zwei Tage vor dem entscheidenden Spiel mit einem Huhn geschmust hätte. Da Heiner Grünwald nach dem Mannschaftstraining auch um den Spieler-Whirlpool keinen Bogen macht, muss die komplette Nationalmannschaft in Quarantäne und das wäre es dann gewesen.
Das Wort `Optimismus` wird aus dem Duden gestrichen. Sämtliche Lebensratgeber werden umgeschrieben und Dale Carnegies Bestseller wird in „Sorge dich nicht – Stirb!“ umbenannt.
So könnte es laufen…oder so:
Deutschland wird Weltmeister (klare Kiste, natürlich, gar kein Zweifel, was sonst, ist doch Ehrensache, logisch, röchtöööög)
Kurz vor Beginn der WM wechselt Klinsmann die komplette Mannschaft noch mal aus und lässt lieber das U21 Team spielen. Jugend forscht.
Jedes gegnerische Team empfindet so viel Mitleid, dass es uns zum Toreschiessen einlädt, vielen Dank auch.
Während unser Team ein Spiel nach dem anderen gewinnt, lässt der Onkel Jürgen sich in einer deutschen Schönheitsklinik die Ohren amputieren, was seinem Grinsen den schicken Beinamen „Pi“ einbringt. Noch mehr Optimismus.
Fußballrentner Christian Wörns ist der einzige, der sich von der Grundstimmung nicht anstecken lässt und meckert auf seinem Stock gestützt zu Haus vor dem Fernseher herum.
Deutschland zieht furios ins Finale ein und hält bis zur 120. Minute ein kämpferisches 0:0 gegen Brasilien, wo Ronaldinho, die Fußballspielende Ameise vom Zuckerhut jetzt im Elfmeterschießen treffen muss, sonst sind wir Weltmeister.
Er läuft an und….schießt gegen einen St.Paulianischen Metallbalken, der aus dem weit entfernten Hamburg ins Berliner Olympiastadion herüberweht.
Noch während sich die Stiftung Warentest an den Kopf packt, dass man das WM-Stadion am Millerntor keiner genaueren Prüfung unterzogen hat, rastet Deutschland aus, wir sind Weltmeister.
3 Millionen Rentner bekommen vor Freude einen Herzinfarkt und lösen damit auf einen Herzschlag sämtliche Demografieprobleme Deutschlands.
Jürgen Klinsmann darf wieder nach Amerika und heiratet dort den Grantel-Franzel.
Deutschland stürzt allerdings drei Monate später in eine Wirtschaftskrise, als herauskommt, dass unser Team aus den verkleideten Frauen der Damen-Nationalmannschaft bestand, woraufhin die drei Millionen Rentner auf wundersame Weise wieder zum Leben erwachen.
So könnte es auch laufen. Will natürlich keiner.
Sinn macht da nur noch ein Bundestrainerwechsel (wenn Christoph Daum kommt, hör ich Kahn schon singen: Huthi, der Mann mit dem Koks ist da!)und wenn der Theo Zwanziger das partout nicht macht, hätten wir noch die Möglichkeit, unsere 50 Millionen Bundestrainer zu aktivieren. 10 Millionen stellen sich um die Stadien, damit Klinsi nicht reinkommt und die restlichen vierzig Millionen positionieren sich auf der Seitenlinie, um unsere Mannschaft voller Optimismus nach vorn zu peitschen.
Ole.
Nicht in Klinsifornien.
Man war sich ja schon vor einigen Monaten voll und ganz darüber im Klaren, dass der Import-Turnvater aus Übersee das sonnige Los Angelos der depressiven Winterlandschaft Deutschlands vorziehen würde.
Doch erst jetzt, wo die WM sich fast die eiligen Schuhe auf der Fußmatte der Nation abputzt und an der Türglocke zur Präsenz fröhlich bimmelt, ist das Gekreische groß und landauf / landab fragt sich ein jeder:
Werden wir jetzt etwa doch nicht Fußballweltmeister?
Vorausgegangen war eine klasse Leistung unserer Elf beim 1:4 gegen Italien.
Dort mühten sich in aller Redlichkeit Abwehrspieler wie Robert Huth, die in ihren Vereinen jede Menge Erfahrung im Spezialbereich „Dauersitzen“ auf der Ersatzbank oder auch alternativ zwecks besserer Übersicht auf der Tribüne sammeln konnten, eine dicke Vase Understatement zu töpfern frei nach dem Motto: Jeder kann uns schlagen, wir sind harmloser als ein Schwarm Mücken ohne Saugrüssel.
Phantom Klinsmann trat nach dem Spiel grinsend die Flucht nach vorn an, wobei „vorn“ hier den Flughafen darstellt, von dem der Bundestrainer wieder in seine Wahlheimat abrauschte.
Zu blöd, dass die Welt-Fußballer-Elite sich dann Mitte der Woche zu einem Workshop traf, um allerlei Trainergemurmel auszutauschen, nur ein ganz pessimistischer Mensch würde da vermuten, dass Klinsi in der Luft dem brasilianischen Trainer lächelnd zugewunken hat.
Die Expertenrunde fand also in lauschiger Kaminatmosphäre auf jeden Fall ohne Kuschel-Klinsi statt.
Dies rief dann sogleich den Kaiser auf den Plan, wieder ein wenig herumzugranteln, denn wie wir wissen, sinkt der Endorphingehalt von Franz Beckenbauer auf Endorphin-Niveau, wenn er nicht einmal im Monat richtig herumgranteln kann.
Grantel, Grantel, grantelte es da, der Gastgeber hat gefälligst auf der Party zu ein, sonst macht das doch alles keinen Sinn.
Doch der sonnenverwöhnte Jürgen ließ sich adäquat vertreten von seinen 2 Musketieren Jogi Löw (Mit de grosse Hond saiche welle aber dr Schengll net nuffbrenge)
und Oliver Bierhoff (meine Haare sind schon weltmeisterlich), doch befriedigt hat das wohl niemanden so Recht.
Stattdessen wurde wohl ein großartiger Racheplan besprochen, denn zufälligerweise war diese Woche ja auch Champions-League in der Werder Bremen und Bayern München auf italienische Vereine trafen, dort konnte die nationale Schmach auf Klubebene wieder ausgewetzt werden, auch wenn nur wenige Nationalspieler in den vier Mannschaften vertreten waren.
Es hätte auch eine (halbe) Rache werden können, Werder spielte auf Ausgleich und wäre eigentlich eine Runde weiter und drei Millionen Euro reicher geworden, als in der 88. Minute Frau Wiese eine Flanke schnappte und in der Luft plötzlich zu der Erkenntnis kam, dass sie von Klinsmann gar nicht als Nationaltorhüterin im Gespräch war….und dass wo diese Woche Weltfrauentag war...da kam dann das zickige in Frau Wiese durch und sie dachte sich:“Ne, kein Bock mehr…den Ball schmeiss ich jetzt weg!“
Und Oliver Kahn? Der hatte nach der Niederlage gegen Hamburg am letzten Wochenende das untrügliche Gefühl, dass man Mailand schlagen und mit breiter Brust ins Viertelfinale einziehen würde.
Nun, wir wissen nicht genau, was Olli wirklich fühlte, auf jeden Fall schickten die Milanesen die Bayern mit demselben Ergebnis nach Haus, wie die Italiener die Deutschen im Länderspiel.
Jetzt sind es also noch knapp 90 Tage bis zum Großereignis und jeder Stochastik-Laie wird mir nun zustimmend Beifall klatschen, wenn ich behaupte, dass es zwei Möglichkeiten gibt:
Entweder wir werden Weltmeister…oder wir werden es nicht (nebenbei bemerkt, mein damaliger Mathelehrer veranschaulichte mir das Leben und die Wahrscheinlichkeitsrechnung mit dem grandiosen Huhn-Beispiel. Entweder das Huhn geht in die Kammer mit dem Futter oder das Huhn lässt es bleiben! Unglaublich oder? Übertroffen wurde diese weltumspannende Erkenntnis nur noch von der ebenfalls nicht zu verachtenden Aussage meines Religionspaukers: Wir müssen alle irgendwann sterben! Wo wäre ich heute bloss ohne diese Weisheiten?)
Jetzt wollen ja alle wissen, wie es weitergeht, aus diesem Grund hab ich mal die Glaskugel aus dem Keller geholt, reingeäugt (natürlich stilecht bei mysteriöser Hintergrundmusik, mit einem mit Runen beschrifteten Kopftuch bekleidet und ein Rabe saß auf meiner Schulter, der mir auf die Schulter gekackt hat…hoffentlich hatte der keinen Schnupfen) und folgende Szenarien herausgefiltert:
Deutschland wird NICHT Fußballweltmeister (vollkommen ausgeschlossen, undenkbar, der absolute Ausnahmefall, höchstens in einem Paralleluniversum denkbar, wo nicht Jürgen Klinsmann, sondern Stefan Raab unsere Mannschaft trainiert)
Von großer Euphorie begleitet beginnt die Fußballweltmeisterschaft, kurz zuvor holt Jürgen Klinsmann sich noch Beistand von Alice Schwarzer und damit den 87. Berater in Sachen Nationalmannschaft ins Boot. Auf sämtlichen öffentlichen Plätzen und in allen Stadien peitschen die Jungs unsere Mannschaft nach vorn.
Würgen Grinsmann steht mit seinen 87 Beratern an der Seitenlinie (die dafür extra erweitert wurde), lacht bei jedem Gegentor auf und ballt die Faust als Zeichen für ungebändigten Optimismus. Denn zur Überraschung aller gelingt es der Nationalmannschaft, immer ein Tor mehr zu schießen als unser Gegner.
Schon schallt es um die Welt bis hinter den letzten Busch, Deutschland ist wieder Wer, die guten alten Tugenden wie Fleiss (rennen, rennen, rennen), Pünktlichkeit (bei Anpfiff sind alle auf dem Platz), Herzblut (nur bei extrem brutalen Fouls) und Disziplin (aye, aye Jürgen) rücken in den Mittelpunkt globaler Betrachtung.
Mit einem ulkigen Torverhältnis von 37:32 Toren überstehen wir die Vorrunde und Klinsmann redet bei den Pressekonferenzen schon gar nicht mehr vom WM Titel, sondern plant schon den EM-Pokal in 2 Jahren ein. Optimismus pur.
Ganz Deutschland flippt völlig aus, rennt in die Innenstädte um die Fußball-Souvenirs aus den Kaufhäusern zu befreien und rettet damit den deutschen Einzelhandel aus seiner Krise.
Deutschland schlägt schließlich Holland im Halbfinale und hätte auch im Endeffekt dort gegen Brasilien gespielt, wenn Goleo-Maskottchen Heiner Grünwald nicht zwei Tage vor dem entscheidenden Spiel mit einem Huhn geschmust hätte. Da Heiner Grünwald nach dem Mannschaftstraining auch um den Spieler-Whirlpool keinen Bogen macht, muss die komplette Nationalmannschaft in Quarantäne und das wäre es dann gewesen.
Das Wort `Optimismus` wird aus dem Duden gestrichen. Sämtliche Lebensratgeber werden umgeschrieben und Dale Carnegies Bestseller wird in „Sorge dich nicht – Stirb!“ umbenannt.
So könnte es laufen…oder so:
Deutschland wird Weltmeister (klare Kiste, natürlich, gar kein Zweifel, was sonst, ist doch Ehrensache, logisch, röchtöööög)
Kurz vor Beginn der WM wechselt Klinsmann die komplette Mannschaft noch mal aus und lässt lieber das U21 Team spielen. Jugend forscht.
Jedes gegnerische Team empfindet so viel Mitleid, dass es uns zum Toreschiessen einlädt, vielen Dank auch.
Während unser Team ein Spiel nach dem anderen gewinnt, lässt der Onkel Jürgen sich in einer deutschen Schönheitsklinik die Ohren amputieren, was seinem Grinsen den schicken Beinamen „Pi“ einbringt. Noch mehr Optimismus.
Fußballrentner Christian Wörns ist der einzige, der sich von der Grundstimmung nicht anstecken lässt und meckert auf seinem Stock gestützt zu Haus vor dem Fernseher herum.
Deutschland zieht furios ins Finale ein und hält bis zur 120. Minute ein kämpferisches 0:0 gegen Brasilien, wo Ronaldinho, die Fußballspielende Ameise vom Zuckerhut jetzt im Elfmeterschießen treffen muss, sonst sind wir Weltmeister.
Er läuft an und….schießt gegen einen St.Paulianischen Metallbalken, der aus dem weit entfernten Hamburg ins Berliner Olympiastadion herüberweht.
Noch während sich die Stiftung Warentest an den Kopf packt, dass man das WM-Stadion am Millerntor keiner genaueren Prüfung unterzogen hat, rastet Deutschland aus, wir sind Weltmeister.
3 Millionen Rentner bekommen vor Freude einen Herzinfarkt und lösen damit auf einen Herzschlag sämtliche Demografieprobleme Deutschlands.
Jürgen Klinsmann darf wieder nach Amerika und heiratet dort den Grantel-Franzel.
Deutschland stürzt allerdings drei Monate später in eine Wirtschaftskrise, als herauskommt, dass unser Team aus den verkleideten Frauen der Damen-Nationalmannschaft bestand, woraufhin die drei Millionen Rentner auf wundersame Weise wieder zum Leben erwachen.
So könnte es auch laufen. Will natürlich keiner.
Sinn macht da nur noch ein Bundestrainerwechsel (wenn Christoph Daum kommt, hör ich Kahn schon singen: Huthi, der Mann mit dem Koks ist da!)und wenn der Theo Zwanziger das partout nicht macht, hätten wir noch die Möglichkeit, unsere 50 Millionen Bundestrainer zu aktivieren. 10 Millionen stellen sich um die Stadien, damit Klinsi nicht reinkommt und die restlichen vierzig Millionen positionieren sich auf der Seitenlinie, um unsere Mannschaft voller Optimismus nach vorn zu peitschen.
Ole.


2 Comments:
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich habe riesigen Spaß beim Lesen gehabt. Einfach genial !!!
Deine M.
Einfach zum brüllen, einfach herlich zumahl ja alles stimmt. Weiter so!!
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