18.5.11

Pennys-Pausen-Plauderei Folge 5: Plöhdes-Planking-Geplänkel


Sieht seltendämlich aus und macht nach nur einer einzigen falschen Bewegung auch keinen Spaß mehr: Planking!




Wer in diesen Tagen stolpert über einen Menschen, der steif wie ein Brett, mit angelegten Armen, auf dem Bauch liegend mit dem Kopf nach unten auf der Straße liegt, bitte nicht wundern. Sie haben damit ein aktuelles Planking-Foto zunichte gemacht und werden vermutlich von dem, der den Unsinn fotografieren wollte, ein bisschen beschimpft.
Da heißt es: schnell weitergehen und grübeln.

Dieser "Trend", sich derartig bekloppt zu inszenieren, sich wie eingefroren auf Schranken, Eisenbahnschienen oder Rolltreppen fotografieren zu lassen, kommt wohl aus Australien.
Wieso, weshalb, warum?
Keiner weiß es, aber traditionell ist die Ozonschicht über der Welt kleinster Kontinent ja bekanntlich recht halbseiden dünn und was die Sonne so alles anrichten kann, wenn sie zu lang auf der Leute Köpfe scheint, nun, die Medizinlexika sind voll davon.

Fragen kommen auf:
Wie steht es mit dem australischen Bruttosozialprodukt?
Ist da alles in Ordnung?
Gibt es genügend Freizeitangebote?
Ich kann's von hier nicht beurteilen, aber es sieht nicht so aus.
Also legt man sich - weil es ja auch eine öffentlichkeitswirksame Facebookgruppe gibt, die den Fotoquatsch auch Galerie-mäßig aufarbeitet - in den Dreck, den Kopf auf die Erde oder auch in die Luft, wenn man auf einem Verkehrsschild oder einer Balkonbalustrade herumplankt.
Warum die Leute sich ausgerechnet auf den Bauch und nicht auf den Rücken legen, kann nur vermutet werden, wohl weil "Planking" dann nicht mehr "Planking", sondern "Begrabing" heißen würde, wenn man sich leichenähnlich auf den Rücken legte.
So aber wird beim Planken der ganze Bakterienkrempel eingeatmet, der auf Fersenhöhe wilde Partys feiert (Mütter würden sagen: "Nich, da hat doch der Nachbarshund hingemacht!").
Hinterher steht man mit dem Kopfsteinpflastermuster auf der Stirn wieder auf, man schaut sich gemeinsam das geknipste Bild an und denkt:
"Toll geplankt!"

Aber was denke ich? Was denken Sie?
Man darf ja nix dagegen sagen, sonst kommen die Allesbefürworter aus ihren Ecken und sagen: Das ist Kunst, die Art der Jugend, sich auszudrücken.
Ja sicher und wenn Jugendliche im Konglomerat beginnen, Laternenpfähle mit Rindermett einzureiben und dabei bolivianische Arbeiterlieder singen, ist das dann auch schon Kunst?

Das ganze wird sich aber vermutlich nicht durchsetzen, denn:
Die Tage ist ein Planker betrunken vom Balkon gefallen.
Tragisch zweifelsohne, aber die australische Administrative ist sich in ihrer Gesamtheit inklusive Politiker, Polizei und Feuerwehr nicht zu schade, nun auf die Gefahren des exzessiven Plankings hinzuweisen und drakonische Strafen auszurufen für diejenigen, die nun stocksteif an gefährlichen Orten rumliegen. Ich seh's schon kommen, es folgen Bürgerinitiativen, die haushohe Poster an hohe Häuser kleben:
"Don't Drink and plank!" oder sinngemäß übersetzt "Wer stocksteif an gefährlichen Orten liegt, liegt bald stocksteif auf Friedhöfen!"
Es wird Bewegung und Gegenbewegung geben, jemand gründet die APP (Australische Plank Partei) um die Rechte der Bekloppten durchzusetzen und je höher die Strafen ausgerufen werden, desto irrer werden die Planker. Nicht lange wird es dauern, bis jemand auf einer Flugzeugtragfläche plankt. Mit Sekundenkleber in 15.000 Metern Höhe.

Bis es soweit ist, ruf ich einfach auf Facebook ne Gegenbewegung zu "Planking Australia" ins Leben, die "Jumping Pics Worldwide". Da werden dann Bilder hingeschickt, bei denen man im Sprung fotografiert wird und dabei darf man dann auch ein doofes Gesicht machen. Und wer nicht auf Vulkanen oder Fernsehtürmen Jump-Pics macht, der lebt sogar länger.

Schöne Pause

Euer Penny


P.S.: Schickt Eure Bilder ein :-)


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